Trendanalyse: Trends erkennen und bewerten

von Mathias Rudolph
Kategorie Innovationsstrategie | veröffentlicht am 10. Dezember 2021

Der Begriff Trendanalyse hat 3 unterschiedliche Bedeutungen:

  • Im Finanzsektor geht es dabei um die Wertentwicklung von Aktien.
  • In der Statistik geht es dabei um die Schätzung von Zeitreihen, wie z. B. den Arbeitslosenzahlen (siehe hierzu auch den Wikipedia-Artikel)
  • In der Trendforschung geht es dabei um das systematische Erkennen und Bewerten von Veränderungen, die Gesellschaft und Wirtschaft in den kommenden Jahren prägen werden.

Um den letzten Punkt geht es hier in diesem Artikel.

Definition: Was ist eine Trendanalyse?

In einer Trendanalyse geht es darum, Wandelphänomene in Gesellschaft und Wirtschaft systematisch zu erkennen und zu bewerten, um sich besser auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten zu können.

Solche Wandelphänomene können neue Technologien und Erfindungen sein oder auch die Veränderung von Einstellungen und Werten der Menschen.

Eine Trendanalyse dient den Akteuren in Politik und Wirtschaft dazu, die zukünftige Entwicklung von Gesellschaften, Branchen und Märkten zu prognostizieren.

Methoden der Trendanalyse

Es gibt unterschiedliche Methoden der Trendanalyse. Die Methodik, die wir bei TRENDONE zur Identifikation von Trends verwenden, ist evidenzbasiert. D. h., dass wir gezielt nach ersten ‚schwachen Signalen‘ für Wandel Ausschau halten. Solche schwachen Signale können neue Erfindungen, Technologien oder Geschäftsmodelle sein, die innovativ sind und in der Gegenwart schon existieren.

Unsere Trendscouts fahnden weltweit und branchenübergreifend nach solchen ersten schwachen Signalen. Weil Große Veränderungen sich meistens schon im Kleinen ankündigen. Im 1. Schritt unserer Trendanalyse identifizieren wir mithilfe unserer Trendscouts solche Signale, die wir dann Micro-Trends nennen.

Im 2. Schritt clustern unsere Analysten ähnliche Micro-Trends, die in unterschiedlichen Branchen und Regionen auftreten. Die entstandenen Cluster bezeichnen wir als Macro-Trends. Ein Beispiel für einen solchen Macro-Trend ist das Thema ‚Cybersecurity‘ oder auch das Thema ‚Ethischer Konsum‘. 

Im letzten Schritt werden die Macro-Trends in einen übergeordneten Zusammenhang gebracht. Daraus leiten wir dann die Mega-Trends ab. Mega-Trends sind große Wandelprozesse, die unsere Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten massiv beeinflussen werden. Beispiele für solche Mega-Trends sind das Thema ‚Künstliche Intelligenz‘ oder auch das Thema ‚Planet Centricity‘. Mehrere Macro-Trends fließen also zu einem übergeordneten Mega-Trend zusammen.

Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass die Trendanalyse auf realen, bereits stattfindenden Veränderungen basiert.

Trendanalysen im systematischen Innovationsmanagement

Trendanalysen stellen eine wichtige Grundlage für ein systematisches Innovationsmanagement dar. Eine Trendanalyse sollte am Anfang eines systematischen Innovationsprozesses stehen, weil sie ein ausführliches Bild über die zu erwartenden Marktveränderungen zeigt und mögliche Innovationschancen aufdeckt.

Mithilfe einer individuellen Trendanalyse können Sid die für Sie relevanten Trends herausarbeiten und die konkreten Auswirkungen auf Ihre Branche und Ihr Unternehmen bewerten.

Die Rolle der Trendanalyse im Innovationsprozess verdeutlicht das 5-Phasen Modell für wirksames Trendmanagement:

Trendanalyse im Innovationsprozess

Die Trendanalyse im Innovationsprozess

In Schritt 1 und 2 werden Trends identifiziert und -bewertet. Das ist eine wichtige Grundlage in einem systematischen Innovationsmanagement, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und wertvolle Innovationschancen abzuleiten.

Trendanalyse Beispiel

Um einen Trend zu bewerten, gibt es viele mögliche Bewertungskriterien:

  • Einfluss auf das Unternehmen,
  • Durchdringungsgeschwindigkeit,
  • Disruptionspotenzial,
  • Umsatzpotenzial,
  • Effizienzpotenzial
  • uvm.

Ein Beispiel für eine Trendanalyse ist unser Mittelstands-Trendradar 2021+. Darin haben über 150 Mittelständler die von uns identifizierten Trends nach zwei Kriterien für sich bewertet:

  1. Nach deren Einfluss auf ihr Unternehmen sowie
  2. nach der geschätzten Mainstream-Adaption.

Das Ergebnis davon ist ein Trendradar, bei dem die einzelnen Trends je nach Bewertung in den Kategorien „Act“, „Watch“ und „Prepare“ eingeteilt wurden:

Mittelstands-Trendradar

Das Ergebnis des Mittelstands-Trendradars 2021+

Das vollständige Mittelstands-Trendradar samt Auswertung können Sie hier herunterladen.

Wie führen Sie Ihre eigene Trendanalyse durch?

Unser Trendmanager ist ein Innovationstool, mit dem Sie Ihre eigene branchen- und unternehmensspezifische Trendanalyse vornehmen können.

Mit dem Trendmanager können die wichtigsten Trends in Ihren Bereich erkennen und bewerten. Daraus können Sie sich ein individuelles Trendradar erstellen, das Ihnen genau zeigt, welche Trends für Sie aktuell die wichtigste Rolle spielen.

Mit Ihrem eigenen Trendradar können Sie die Trendentwicklungen aber auch langfristig im Blick behalten und verpassen keine wichtigen Entwicklungen.

Führen Sie Ihre eigene Trendanalyse durch mit unserem Innovationstool, dem Trendmanager:

Weitere Artikel

>