Walkable City: Wie die Corona-Krise unsere Städte lebenswerter machen wird

Städte lebenswerter gestalten Walkable City

In der Corona-Krise haben vor allem Stadtbewohner die Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen gespürt. Sie haben ihren Alltag – viel mehr als suburban oder ländlich wohnende Menschen – auf die außerhäusige Infrastruktur wie Cafés, Restaurants, Bibliotheken oder Spielplätze ausgelegt. Aber alle diese Third Places sind während der Corona-Krise weggefallen, genauso wie Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Sportangebote. Aus diesem Grund beobachten wir aktuell immer mehr Maßnahmen, um Städte lebenswerter zu gestalten.

Unser Wohlbefinden hängt von unserer realen Umgebung ab

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Gerade den mobilen, global denkenden Stadtbewohnern wird jetzt klar, dass wir durch die Digitalisierung zwar orts- und zeitunabhängig arbeiten, kommunizieren und konsumieren können – aber unser Wohlbefinden doch von unserer realen Umgebung abhängt. Das gilt umso mehr, je weniger Wohnraum wir zur Verfügung haben. Wir gehen mehr spazieren, unterstützen lokale Restaurants und Geschäfte und bewegen uns an der frischen Luft. Viele Städter entdecken jetzt die Ecken in ihrem Viertel, die Grünflächen in der näheren Umgebung und das Flanieren, das doch eigentlich längst ausgestorben schien.

Bisher hat sich unsere Stadtplanung an den Bedürfnissen des motorisierten Individualverkehrs orientiert.

Auf einmal wird uns in den Städten deutlich, wie wichtig es ist, wie unsere Umgebung gestaltet ist. Ob wir Zugang zu Grünflächen haben, ob es angenehm ist, im eigenen Stadtviertel spazieren zu gehen und sich aufzuhalten – oder ob es sich anfühlt, als ob man neben einer Autobahn entlanggeht. Denn bisher hat sich unsere Stadtplanung an den Bedürfnissen des motorisierten Individualverkehrs orientiert. Der Fokus wechselt zunehmend auf die Sicherstellung eines gut ausgebauten ÖPNV, breite Fußgänger- und Fahrradwege statt schmalen Gehstreifen an mehrspurigen Straßen, vielen Grünflächen, kleinräumige Gebäudestrukturen statt Betonwüsten sowie Plätzen mit Aufenthaltsqualität.

Städte lebenswerter gestalten: Höhere Priorität für Fußgängerinnen und Fahrradfahrer

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Das haben inzwischen auch Städte wie Berlin erkannt, die Fußgängerinnen und Fahrradfahrern mehr Platz einräumen. In Berlin wurden im Zuge der Corona-Krise mehrere provisorische Fahrrad- und Fußgängerwege für den motorisierten Verkehr gesperrt, in Brüssel wurde gleich die ganze Innenstadt zur autoberuhigten Zone erklärt. Dort wird Fußgängern und Fahrradfahren Priorität eingeräumt, da durch die engen Fußgängerwege die Abstandsregeln sonst nicht einhaltbar wären. Auch in Wien wurden in der Innenstadt aus dem gleichen Grund Begegnungszonen eingerichtet und Straßen für Fußgänger abgesperrt.

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