CES 2020: Unsere top 5 Innovationen

CES 2020

Ein Besuch der weltweit größten Fachmesse für Unterhaltungselektronik CES bietet sich für Trend- und Innovationsforscher ganz besonders an. Direkt zu Jahresbeginn geben dort viele namhafte Elektronik-Hersteller mit ihren neuen Produkten und Innovationen einen Ausblick darauf, wohin sich die Branche im weiteren Jahresverlauf und auch darüber hinaus entwickeln wird. Wir sind nach Las Vegas gereist und haben uns umgeschaut – was waren die Innovationen, die aus unserer Sicht besonders vielversprechend sind? Hier unsere fünf Highlights:

Parallel Reality-Technologie

Bereits im November haben wir über Misapplied Science und deren neue „Parallel Reality“-Technologie in unserer Trenddatenbank berichtet. Die Möglichkeit über ein und denselben Screen personalisierte Inhalte an verschiedene Personen parallel auszuspielen, ist sowohl aus technologischer Perspektive wie auch aus den daraus resultierenden Anwendungskontexten äußerst spannend.

Auf der CES 2020 in Las Vegas wurden nun erstmals diese neuen Displays von Misapplied Science einer breiten Masse vorgestellt und parallel in einer Kooperation mit Delta Airlines am Flughafen Detroit auch im Feld erprobt. Das Einsatzspektrum der neuen Technologie ist vor allem dort von besonders großem Nutzen, wo sich viele Menschen aufhalten und mit Hilfe der Technologie individuell ansprechen lassen. Neben Flughäfen oder Bahnhöfen sind auch große Events oder digitale Billboards im öffentlichen Raum an stark frequentierten Plätzen besonders geeignet für den Einsatz der Parallel-Reality“-Technologie.


Micro-Trend: Display zeigt personalisierte Fluginformationen

Das Start-up Misapplied Sciences will mittels seiner so genannten „Parallel-Reality“-Technologie die Welt personalisieren. Entwickelt wurde dafür eine neue Art der Anzeige, die durch ein Pixel mehrere Ansichten ermöglicht … Mehr erfahren


Neons: Digitale Avatare

Mit den sogenannten „Neons“, den digital erzeugten Avataren von Starlabs, erleben wir das nächste Level der Interaktion von Mensch und Maschine bzw. mit digitalen Dienstleistungen. Zwar gibt es schon seit längerer Zeit die Bemühungen verschiedener Akteure, digitale Avatare als Stellvertreter für verschiedene Zwecke einzusetzen, aber bis dato scheiterte das Vorhaben an den komplexen Anforderung, die eine natürliche auf Menschen fokussierte Kommunikation erforderte.

Gerade die Mimik einer Person ist von besonderer Bedeutung für eine als echt empfundene Kommunikation. Starlabs Technologie ermöglicht es seinen Neons unter anderem genau diese Mimik täuschend echt zu simulieren und auf das jeweilige menschliche Gegenüber anzupassen. Laut Starlabs passt ein Neon sein Lächeln auf den jeweiligen Nutzer und Kontext an und variiert es in Echtzeit. Das Potenzial eines solchen Neons in unserer digitalen Welt ist enorm. Sie können mit uns im Auftrag von Unternehmen interagieren oder auch im Privaten als Freund und Begleiter dienen.


Micro-Trend: Digitale Menschen als Dienstleister

Samsungs Tochterunternehmen Starlabs entwickelt künstliche Menschen, deren KI-basierter Charakter lernfähig und kaum von menschlichem Verhalten zu unterscheiden ist. Die Technologie dazu basiert auf der … Mehr erfahren


Lexilight: Leselampe gegen Legasthenie

Lesen bleibt trotz zunehmender Verbreitung von Sprachassistenten und dem stetigen Anstieg des Konsums von Bewegtbildformaten der vorherrschende Modus Operandi zur Rezeption von digitalen und analogen Informationen. Weltweit leiden aber ca. 6% Prozent an einer akuten Leseschwäche, der so genannten Legasthenie bzw. Dyslexia.

Mit der Lampe von Lexlife kann diesen Menschen nun direkt geholfen werden, ihre Leseschwäche zu überwinden und Informationen besser verarbeiten zu können. Die aus Nutzerperspektive relativ einfache Handhabung (Licht An = besser Lesen) und die zu Grunde liegende Technologie macht die Lexlife-Lampe zu einem unserer Highlights auf der diesjährigen CES.


Micro-Trend: Leselampe hilft bei Legasthenie

Das französische Start-up Lexilife hat eine Lampe entwickelt, die Menschen mit Leseschwäche beim Lesen unterstützt. Aktuelle Forschung zeigt, dass Legasthenie häufig durch zwei dominante Augen anstatt nur einem … Mehr erfahren


Light Drive: Smart Glasses-System

„Smart Glasses“ gelten schon seit Jahren als die Zukunftstechnologie im Bereich der Consumer Electronics. Jedoch wurde dieses Zukunftsversprechen bis dato nur bedingt eingelöst. So finden diese Brillen Ihren Einsatz eher in der Nische bzw. im Unternehmenskontext wie Logistik. Die Light Drive Technologie von Bosch könnte nun endlich Smart Glasses zum Durchbruch im Endkonsumentenbereich verhelfen. Neben der spannenden Grundlagentechnologie ist vor allem die Reduktion auf das Wesentliche im Konzept der Light Drive dafür ausschlaggebend.

Der Verzicht auf eine Kamera sorgt für mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit, da keine Verletzung der Privatsphäre stattfindet und anstatt auf aufwendige AR-Grafiken, die sich nahtlos in das Umfeld des Nutzers integrieren, setzt Bosch auf „einfache“ digitale Inhalte wie beispielsweise Navigationsanweisungen, die sich direkt im Sichtfeld des Nutzers befinden. Der Nutzer muss also seine Augen nicht bewegen, um Informationen abzurufen und ist somit für Außenstehende nicht als Träger von Smart Glasses zu identifizieren.


Micro-Trend: Winziges System macht Brillen smart

Bosch Sensortec hat ein System namens „Light Drive“ entwickelt, das Brillen aller Art in Smartglasses verwandeln kann. Korrigierende Brillen sowie Kontaktlinsen, die mit „Light Drive“ ausgestattet sind, können Informationen … Mehr erfahren


Woven City: Stadt der Zukunft

Mit dem Großprojekt der Woven City, einem von Grund auf neu konzeptionierten urbanem Lebensraum, der nächstes Jahr in Japan entstehen soll und dessen Baubeginn auf der CES 2020 vom Toyota CEO Akio Toyoda angekündigt wurde, versucht Toyota die Stadt der Zukunft zu erforschen und zu entwickeln. Spannend ist das Projekt, da hier alle Zukunftstechnologien in einem integrierten Ansatz geplant und verwirklicht werden und im Gegensatz zu ähnlichen Projekten in bestehenden Städten, die Umsetzung schneller und zielgerichteter stattfinden wird.

Neben Themen wie Future Mobility, z.B. durch die autonomen E-Pallet-Systeme, über die wir schon berichtet haben, werden die Funktionen einer Smart City direkt durch die dort wohnenden Menschen auf Ihre Alltagstauglichkeit geprüft. Die Erkenntnisse aus dem Betrieb der „Woven City“ liefern Toyota wertvolle Daten für die Entwicklung relevanter Zukuntstechnologien.


Micro-Trend: Prototyp-Stadt der Zukunft als Testlabor

Der Autohersteller Toyota will das Gelände einer ehemaligen Autofabrik zu einem Testfeld für Zukunftsthemen machen. Die Bewohner der „Woven City“ leben unter realen Bedingungen mit Robotern, Smart-Home-Anwendungen und neuen Mobilitätsformen … Mehr erfahren


Mehr Innovationskraft durch eine zielgerichtete Trendanalyse

disruptive Ideen

Mit unserer über 15-jährigen Expertise in der erfolgreichen Umsetzung von Innovationsprojekten unterstützen wir Sie aktiv auf Ihrem Weg von Trends zu Innovationen. TRENDONE analysiert den individuellen Startpunkt ihres Innovationsvorhabens und erarbeitet gemeinsam mit Ihnen eine nachhaltige Zukunftsstrategie für Ihr Unternehmen. Informieren Sie sich jetzt über unsere Beratungsangebote.