Trendprozess in der Recyclingbranche – Interview mit Susanne Nitzsche

Trendprozess in der Recyclingbranche – Interview mit Susanne Nitzsche vom BluehouseLab der Alba Group

Susanne Nitzsche ist leitende Mitarbeiterin im BluehouseLab der Alba Group in Berlin. Gemeinsam mit ihrem Team und Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft tüftelt Sie an der Recyclingbranche von morgen, um die Nachhaltigkeit und Lebensqualität in unserer Welt weiter zu erhöhen. Unser Online-Tool Trendexplorer unterstützt sie dabei. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, wie das BluehouseLab von der Arbeit mit Trends profitiert und Innovationen vorantreibt.

Frau Nitzsche, welche Aufgabe hat das ALBA BluehouseLab?
Das Lab arbeitet an der Zukunft der Recyclingbranche mit technologischen Ideen aus den Bereichen Smart Mobility, Smart City, Smart Logistics, Big Data oder Internet of Things. In Kooperation mit Start-ups und strategischen Partnern entstehen so innovative Geschäftsmodelle und kundenzentrierte Angebote. Immer mit dem Ziel Nachhaltigkeit und Innovationen zu fördern. Intern treibt das Team den Kulturwandel voran und führt die Kollegen an die Digitalisierung heran.

Wie treiben Sie in Ihrem Unternehmen Innovationen voran?

Wir setzen auf Vernetzung – sowohl intern als auch extern. Intern nutzen wir etwa eine Plattform für unser Ideenmanagement. Dort kann jeder Mitarbeiter Vorschläge einreichen. Diese Ideen können Basis für Geschäftsmodelle sein, für deren Entwicklung wir auf cross-funktionale Teams setzen. Beispielsweise für ein digitales Kundenportal, das es uns ermöglicht, die Bedürfnisse der ALBA-Kunden besser nachzuvollziehen und Lösungen für sie zu entwickeln. Extern setzen wir auf strategische Partnerschaften mit Start-ups, Universitäten und Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer Institut. So pflegt das ALBA BluehouseLab das hauseigene Ökosystem nach innen und außen.

Wie sind Sie aufgestellt? Gibt es übergreifende Innovations- & Trend-Teams?

Das Lab-Team ist maßgeblicher Treiber für Innovationen der ALBA Group. Aber wir setzen auch stark auf das Fachwissen der Kollegen aus den verschiedensten Unternehmensbereichen. Denn unser Ziel ist es den Austausch und die Zusammenarbeit des ALBA BluehouseLabs mit den Kolleginnen und Kollegen in der Organisation zu stärken.

Das BluehouseLab der Alba Group arbeitet an der Zukunft der Recyclingbranche.

Wofür nutzen Sie den Trendexplorer?

Wir nutzten Trendexplorer als ideale Möglichkeit, um uns über Trends und Entwicklungen zu informieren – und um uns inspirieren zu lassen.

Was ist Ihnen bei der Beschäftigung mit Trends besonders aufgefallen und warum? 

Die Art und Weise wie Ideen entwickelt werden. Durch die Megatrends Digitalisierung und Globalisierung werden Ideen heute nicht mehr von einzelnen Spezialisten entwickelt, sondern kommen aus einem lebendigen Kollektiv – dem Team, dessen Wissen sich kontinuierlich weiterentwickelt.

Wie arbeiten Sie im Trendprozess mit den Inhalten aus dem Trendexplorer?

Für uns ist der Trendexplorer eine ideale Inspirationsquelle. Er informiert unser Team über spannende und nachhaltige Entwicklungen aus der ganzen Welt – und erlaubt uns damit den Blick über den eigenen Tellerrand.

Welche zukünftigen Herausforderungen sehen Sie für Ihre Branche und Ihr Unternehmen?

Für unsere Branche ganz klar die Automatisierung – da gibt es viel Potential. Bisherige analoge Prozesse müssen sich verändern und Geschäftsmodelle angepasst werden. Das heißt auch sich klar auf den Nutzer zu fokussieren. In unserem Unternehmen spielt zudem der interne Change-Prozess eine große Rolle. Hier ist es wichtig die Mitarbeiter mitzunehmen. Als BluehouseLab sind wir ein wesentlicher Treiber des internen Kulturwandels und tragen Agilität, neue Ideen sowie digitale Trends aktiv ins Unternehmen. Dazu setzen wir disruptive Leuchtturmprojekte um und werden von Ideengebern aus anderen Abteilungen mit Rat und Tat unterstützt.

Welche Entwicklungen und Trends aus anderen Branchen beobachten Sie?

In anderen Branchen sind Themen wie Digitalisierung und Automatisierung bereits deutlich fortgeschrittener als in der nach wie vor traditionell geprägten Entsorgungsbranche. Hier laufen viele Prozesse noch analog – und damit ineffizient. Unsere Branche muss daher noch viel stärker auf zeitgemäße Technologien wie etwa autonome Kehrmaschinen setzen.

Welche Trends finden Sie besonders interessant?

Besonders spannend finde ich die Entwicklung von Amazon. Das Unternehmen hat es geschafft vom Buchhändler zu einem Allround-Anbieter zu werden, bei dem Kunden im Grunde alles auf einer Plattform finden. Eine ähnliche Entwicklung wünsche ich mir für ALBA.

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