THE WORLD IN 2030 und was macht eigentlich HENKEL X

TRENDONE-Gründer Nils Müller hat Lea Vajnorsky, Head of Platform Development bei HENKEL X, getroffen und gefragt, wie HENKEL X die Zukunft gestaltet.

Lea leitet die Weiterentwicklung der Henkel X Plattform und vernetzt HENKEL und seine drei Unternehmensbereichen Adhesive Technologies, Beauty Care und Laundry & Home Care mit Startups, Venture Capital Unternehmen und dem digitalen Ökosystem. Sie ist auch aktiv an der Digitalentwicklung in Bezug auf digitales Wissen und die Weiterentwicklung der gesamten Henkel-Organisation beteiligt.

NILS] Erste Frage: Wie schafft HENKEL überhaupt einen Foresight zu den Zukunftstrends der nächsten 3 oder sogar 10 Jahre?

LEA] Es kommt natürlich auf eine gute Balance an! Auf der einen Seite brauchen Konzerne schnelle Reaktionsfähigkeit für Opportunitäten, die sich in der digitalen Welt sehr kurzfristig ergeben. Auch Startups warten nicht auf Dich. Zusätzlich braucht man als großer Konzern aber auch eine langfristige Planung und Vorausschau auf die nächsten fünf bis zehn Jahre.

Henkel X verfügt über ein breit gefächertes Mentorennetzwerk und ist sehr nah an Startups und Gründern. Wir haben ein lebendiges digitales Ökosystem geschaffen, zu dem auch unsere Kooperationen im Bereich Venture Capital beitragen. Unser Netzwerk ist stark und weist eine ausgesprochene Expertise im Digital Business aus. Dadurch haben wir ein gutes Gespür dafür, was momentan im Digitalbereich passiert, was kurzfristige Trends sind und was langfristig bedeutend werden wird.

NILS] Kurzfristige Digitalthemen nehme ich Euch zu 100% ab. Das könnt Ihr gut. Aber 10 Jahre Vorausschau. Wie macht Ihr das?

LEA] Beim Thema Digitalisierung schauen wir auf die nächste große Welle und die großen Trends, also „Disrupting the Disruptors“: Welche neuen Disruptoren werden die bestehenden Player wie Amazon, Facebook, Airbnb, Alibaba etc. herausfordern?

NILS] Wie kommt HENKEL X eigentlich an internationale Trends & Insights ran? Eure Kunden in Märkten wie Indien, China, Afrika, USA und Europa haben doch ganz unterschiedliche Bedürfnisse und folgen auch unterschiedlichen Trends. Oder waschen die Leute in Mumbai genauso wie in L.A.!?

LEA] Nein, da gibt es in der Tat viele lokale Unterschiede und für uns als Konsumgüterhersteller ist es ganz wichtig, nah an den Konsumenten dran zu sein. Doch so unterschiedlich vielleicht lokale Waschgewohnheiten sind, gibt es technologische Trends, die sicher nicht geographisch begrenzt sind. Diese global relevanten, technologisch getriebenen Innovationen und Entwicklungen schauen wir uns mit Henkel X an – und analysieren dann gemeinsam mit dem Business, was für welche Bereiche und Regionen wie genutzt werden kann. Henkel X ist eine globale Plattform. Dieses Jahr machen wir zum Beispiel fünf internationale Show & Tell Events mit Startups in Mumbai, Stamford, Singapur, Brüssel und Barcelona.

NILS] Gibt es eine HENKEL Vision oder Mission, der Ihr mit allen Euren Aktivitäten folgt?

LEA] Henkel hat eine klare Vision: Wir wollen führend sein mit Innovation, unseren Marken und Technologien. Das bedeutet auch schnelle Reaktion auf volatile Märkte, Agilität bei Innovation und Services – und auch Nachhaltigkeit. Mit Henkel X füllen wir diese Vision mit Leben. Denn Henkel X ist eine Plattform für Open Innovation, die mit Industriepartnern und relevanten Playern aus dem digitalen Ökosystem zusammenarbeitet. So etwas gab es vor ein paar Jahren noch nicht und die Offenheit ist wichtig und großartig!

NILS] Wow! Das klingt echt innovativ! Was sind denn da für Euch die größten Challenges?

LEA] Die größte Herausforderung ist wirklich die kulturelle Transformation der gesamten Henkel-Organisation.

Henkel X ist auch nach innen gerichtet. Wir arbeiten zum Beispiel sehr eng mit HR zusammen, um unsere Mitarbeiter zu unterstützen und sie „mitzunehmen“ – primär durch „Digital Upskilling“.

NILS] Letzte Frage: Was ist Dein persönlicher Fokus für 2019?

LEA] *lacht* Fokus ist sehr wichtig, gerade wenn wie im Moment so viel gleichzeitig läuft. Ich bin tief in dem Digital Upskilling-Projekt involviert und plane gerade intensiv unseren Xathon, der im November in Berlin stattfindet. Bei der Veranstaltung bringen wir rund 150 weibliche Talente zusammen, die entweder schon eine Startup-Idee haben oder gerne entwickeln würden. Denn es gibt viel zu wenige weibliche Gründerinnen. Jede/r, der mitmachen möchte, kann mich über LinkedIn kontaktieren.

NILS] Da komme ich gerne! Danke Lea für die Einladung und das super Gespräch!