Die spannendsten Micro-Trends im März

Täglich erreichen uns Tausende Innovationen aus aller Welt. Die Trendredaktion von TRENDONE behält den Überblick und ordnet die relevanten Neuerungen ein. Die Micro-Trends informieren kurz und übersichtlich über wichtige Entwicklungen, Forschungsergebnisse und Erfindungen aus Gesellschaft, Natur und Technik. Aus diesem Datenschatz, den wir im Trendexplorer aufbereiten, wählen unsere Analysten jeden Monat die beeindruckendsten Innovationen aus.

Im März gehörten dazu unter anderem ein Live-Konzert, das in einem Videospiel stattfand, eine Zero-Waste-Plattform für Markenprodukte und eine künstliche Intelligenz, die durch ihr Talent fürs Komponieren auffiel. Alle drei Micro-Trends zeigen gesellschaftliche Entwicklungen auf, die künftig in unseren Alltag integriert sein werden.

Das Videospiel wird zur Konzertarena

So hat der US-DJ Marshmello im Battle-Royael-Spiel Fortnite ein zehnminütiges Livekonzert gegeben, das auf einem Areal des virtuellen „Pleasant Park“ gezeigt wurde. Es war das weltweit erste Event dieser Art und erreichte etwa zehn Millionen Live-Spieler. Das sind 25 Mal so viele, wie bei Woodstock dabei waren. Das Konzert wurde außerdem auf Twitch und YouTube gestreamt und erreichte damit weitere Millionen Zuschauer.

Live-Konzerte in Videospielen zeigen unter anderem die wachsende Bedeutung des Mediums auch über die klassische Spielefunktion hinaus. Fortnite war 2018 das erfolgreichste Online-Multiplayer-Spiel. Die Spieler verbringen immer mehr Zeit in virtuellen Umgebungen, in denen sie ihren Avatar individuell gestalten und die sie ausgiebig erkunden können und zudem ein Entertainment-Programm geboten bekommen.

Für die Künstler bietet sich ein neuer Kanal, um mit ihren Fans zu kommunizieren und neue Anhänger zu gewinnen. Außerdem entwickelt sich das digitale Merchandising zu einer unverzichtbaren Einnahmequelle. Traditionelle Kanäle wie Konzerte oder Alben könnten sich so zur Promotion für virtuelle Konzerte entwickeln.

Wiederverwertbare Verpackungen für Markenartikel

Einer der großen Trends unserer Zeit heißt Nachhaltigkeit. Hunderte Millionen Tonnen Plastikmüll gefährdet unsere Umwelt. Inzwischen hat auch die Politik reagiert und bestimmte Plastikartikel in der EU verboten. Doch das Problem des Verpackungsmülls ist damit noch nicht beseitigt. Einige der größten Konsumgüterkonzerne wie Unilever, Procter&Gamble und General Mills wollen mit der Plattform „Loop“ Markenartikel in wiederverwendbaren Verpackungen anbieten.

Die Produkte von Häagen-Dazs, Dove oder Tide werden in pfandpflichtigen Sammelbehältern verschickt. Die Verbraucher können ihre Verpackungen in Sammelbehältern zurücksenden oder in einer UPS-Filiale abgeben. Die Behälter lassen sich bis zu einhundert Mal wiederbenutzen.

Der Micro-Trend zeigt, dass immer mehr Unternehmen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und auf die Nachfrage nach ihrer zunehmend umweltbewussten Kundschaft reagieren. Dadurch reduzieren sie nicht nur ihre Kosten, sondern hoffen gleichzeitig, von einem grüneren Image profitieren zu können. Für die Kunden bietet die Lieferung zusätzlichen Komfort. „Loop“ könnte sich durch die Öffnung für andere Anbieter zu einer Zero-Waste-Plattform entwickeln.

KI komponiert Schubert-Symphonie zu Ende

Ein dritter Trend, der uns im März besonders aufgefallen ist, zeigt die Vielfalt in der Nutzung künstlicher Intelligenz auf. Der chinesische Telekomkonzern Huawei hat sein Smartphone-Modell Mate 20 Pro dazu genutzt, Schuberts unvollendete Symphonie Nr. 8 fertigzustellen.

Anhand der Prozessorleistung wurden Klangfarbe, Tonhöhen und Takte der ersten zwei Sätze analysiert. Eine KI komponierte daraufhin anhand der musikalischen Schlüsselelemente auf Basis der Hauptmotive voriger Stücke die Melodie des fehlenden dritten und vierten Satzes. Hilfe bekam die Software dabei von dem Komponisten Lucas Cantor.

Diese geschickte Marketingaktion macht das technologische Potenzial des Smartphones direkt erfahrbar. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass KIs als datenbasierte Inspirationsgeber für Künstler dienen können.

Während KIs bisher als digitale Assistenten, in der Spracherkennung oder als Gegner bei Brettspielen ihr Können demonstrieren, zeigt die Kompositionsleistung, welche Anwendungsszenarien noch möglich sind. Gerade künstlerische Kreativleistungen von Menschen gelten bisher als eine der letzten Bastionen, die nicht so schnell durch Software ersetzt werden können. Doch auch hier wird die Technik immer ausgereifter.

Testen Sie den Trendexplorer

Trendexplorer kostenlos testen

Wollen Sie mehr weltweite Innovationen und Trends entdecken, die TRENDONE mit Hilfe seines Netzes aus Trendscouts laufend aktuell zusammenstellt? Dann testen Sie kostenlos den Trendexplorer. Dort können Sie auf mehr als 40.000 Micro-Trends zugreifen und sich so ein exklusives Vorsprungswissen über die Trends Ihrer Branche sichern. Praktische Suchfilter helfen ihnen dabei, die für Sie relevanten Themen zu finden. Individuelle Alerts halten Sie per E-Mail auf dem Laufenden. Melden Sie sich über diesen Link für einen kostenlosen Test an: https://www.trendexplorer.com/de/.