Clean Tech – Natürliche Lichtquelle aus dem Meer

Die nächtliche Beleuchtung innerhalb von Städten sorgt für hohe Energiekosten und ist zum Beispiel in Deutschland für 40 Prozent des kommunalen Stromverbrauchs verantwortlich. Eine Lösung ist der Einsatz von Clean Tech – ökologisch saubere Technologien und Verfahrensweisen, durch die eine Emissionsreduktion und Ressourcenschonung erzielt werden kann

 

Ein aktueller Micro-Trend aus dem Bereich Clean Tech ist das französische Start-up Glowee, das mithilfe von Bakterien aus dem Meer Licht produziert. Organismen aus dem Meer sollen zu einer lebenden Lichtquelle werden, die wenig Energie konsumiert und wenig Kohlendioxid ausstößt. Das interdisziplinäre Team macht dabei von der chemischen Reaktion namens Biolumineszenz Gebrauch, die von einem Gen reguliert wird, das es einigen Meeresbewohnern ermöglicht, Licht natürlich zu produzieren.

 

Glowee nutzt dabei die Bakterie „Aliivibrio fischeri“, die in Symbiose mit Tintenfischen leben. Diese Bakterien werden gezüchtet und zusammen mit einer Nährlösung in einen transparenten Behälter gefüllt. Bisher leuchten die Bakterien bis zu 60 Stunden. Glowee möchte aber noch in diesem Jahr die Lebensdauer der Bakterien zu bis zu einem Monat erhöhen. Damit sollen zunächst Schaufenster ausgestattet werden. Langfristig soll die Leuchtkraft bis zu sechs Monate halten und wäre dann auch für die Beleuchtung von Straßenschildern oder Parkwegen interessant.

 

 

Durch die geringere Leuchtkraft der Bakterien im Gegensatz zu konventionellen Lampen könnte die Lichtverschmutzung in Städten reduzieren. Außerdem sind die Produkte vollständig biologisch abbaubar: die Bakterien sterben und die Nährflüssigkeit ist natürlich.

 

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