Von Trends zu Innovationen (2/6)

Wie man ein guter Trendscout wird

Auf dem Weg zur Innovation begeben wir uns im O-U-T-Modell als erstes in die Trend Woods.

Trends sind zu Beginn des Innovationsprozess deshalb so wichtig, weil sie Komplexität reduzieren und Orientierung geben, indem sie uns ein Gefühl für die Welt von morgen vermitteln. In dieser Frühphase der Innovation geht es vor allem darum zu verstehen, was wann möglich sein könnte.

Eine systematische Beschäftigung mit der Wandelwelt hilft dabei, sich in den mitunter dichten Trend Woods nicht zu verirren. Ein guter Trendscout ist wie ein Pfadfinder – und ein Pfadfinder steckt doch eigentlich in jedem von uns. Aber wie wird man ein guter Trendscout?

Hier sind unsere 6 Tipps, die man beim Trendscouting beachten sollte.

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WIE WIRD MAN EIN GUTER TRENDSCOUT?

  1. MINDSET – Betrachte nichts als gegeben.

Wir neigen dazu, Neues so zu interpretieren, dass es zu unserer bestehenden Weltanschauung passt. Widersprüche filtern wir systematisch aus. Nehmen Sie Widersprüche ernst und hinterfragen bestehende Auffassungen bewusst.

  1. QUELLEN – Das Große entsteht im Kleinen.

Die wegweisenden Innovationen entstehen heute vermehrt in meist ressourcenknappen Nischen. Getrieben vom Pioniergeist entwickeln Start-ups, Part-Time Scientists und Entrepreneure die Lösungen von morgen.

  1. MUSTER – Once it’s an accident, twice it’s a coincidence, three times it’s a pattern.

Achten Sie auf wiederkehrende Muster und werden Sie hellhörig, wenn Ihnen etwas Unbekanntes mehr als zwei Mal begegnet. Erliegen Sie nicht der Illusion der Einzigartigkeit.

  1. IRRITATIONEN – Bewusst auf Irritationen achten.

Das menschliche Gehirn ist evolutionsgeschichtlich geprägt, Neuheiten und Abweichungen eher wahrzunehmen als Altbekanntes. Das sollten Sie nutzen und bewusst nach Irritationen Ausschau halten. Denn alles was irritiert, kann ein Hinweis auf etwas Neues sein.

  1. WERTFREI – Neues stets wertfrei betrachten.

In dem Moment, in dem man urteilt, bildet man sich eine Meinung, analysiert aber nicht unbedingt den Sachverhalt. Ersetzen Sie daher „Ich finde…“ durch „Das könnte bedeuten…“.

  1. TIMING – Crossing the Chasm.

Richten Sie Ihren Blick auf den Zeitpunkt, an dem innovative Produkte oder Services erstmals von den „Open Minds“ genutzt werden. Denn diese sehen das Neue als Chance. Trends überspringen in diesem Moment die Hürde des Wandels und nehmen Fahrt auf. Doch vergessen Sie nicht: Auch das Fliegen hat ein halbes Jahrhundert gebraucht, um für die Masse erschwinglich zu werden.

Mittlerweile koordinieren wir ein Netzwerk von weltweit über 80 Trendscouts, die täglich ihre „Irritationen“ mit uns über unser Onlinetool Trendchecker.net teilen. Sie sind das Herzstück unseres Trend Identification System und wichtige Inspirations- und Inputquelle für unsere Trenddatenbank, Trendanalysenund unser TrendUniversum, das wir erst vor ein paar Wochen neu strukturiert und aktualisiert haben.

In der nächsten Woche wird es auf dem Weg durch das O-U-T-Model darum gehen, wie man den Einfluss von Trends abschätzen kann. Wir begeben uns zu den Impact Trails und schauen uns dabei die Trend-Café-Methode einmal näher an.

Get O-U-T and innovate!

P.S.: In unserem Eventformat „Afternoon for Innovators“ vermitteln wir unser Know How in Sachen Trendforschung an einem kompakten Nachmittag.

Der nächste „Afternoon for Innovators“ ist bereits am 20.11.2015 in unserem Büro in der Gasstraße 2 in Hamburg-Bahrenfeld.