Trends 2014 – “Alternative Währungen” und “Neo Crafting”

Karim Rühl schreibt über den Trend zu Bitcoins und handgefertigten Produkten.

Alternative Currencies

2009 tauschte Kristoffer Koch 27 US-Dollar in die virtuelle Währung Bitcoins um. Fünf Jahre später sind aus den ursprünglichen 27 US-Dollar, 885.000 US-Dollar geworden und er konnte sich davon eine Eigentumswohnung kaufen. Die virtuelle Währung Bitcoin wird wahrscheinlich auch im Jahr 2014 an Bedeutung weiter zunehmen. Ein Anzeichen für den wachsenden Stellenwert von alternativen Währungen ist auch der Sprung von der virtuellen in die reale Welt. So kann man bereits in den USA und Berlin in Restaurants mit Bitcoins bezahlen.

Nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für Unternehmen, stellen „alternative currencies“ wie der Bitcoin oder der Litecoin eine schnelle und sichere Möglichkeit für Transaktionen dar. So sind diese im Vergleich zu herkömmlichen Währungen nicht abhängig von globalen Finanzströmen oder Krisen und darüber hinaus weltweit erhältlich und auch einsetzbar. Gründe dafür sind unter anderem, dass diese Währungen von kollektiven Nutzernetzwerken verwaltet werden und nur eine begrenzte Anzahl dieser virtuellen „Geldstücke“ in den Umlauf gelangen.

Der Bitcoin als „alternative currency“ hat den Sprung aus der digitalen Welt geschafft und lässt vermuten, dass der Fall Koch im Jahr 2014 kein Einzelfall bleiben wird.

Neo Crafting

Der Trend auf regionale Erzeugnisse auszuweichen und Produkte „mit der Hand zu produzieren“, besteht schon länger und wird 2014 weiter zunehmen. Aktuell erleben in den USA kleine lokale und unabhängige Brauereien eine deutliche Renaissance. Auch in Deutschland ist dieser Trend bereits angekommen. Die Brauerei „Ratsherrn“ aus Hamburg beispielsweise geht weg vom industriellen Massenkonsum hin zu Liebhaberprodukten und stellt Bier noch nach alter Craft Beer Tradition her.

Das Startup Industry City Distillery aus den USA geht dabei noch weiter. 2011 gegründet, hat sich die „ICD“ aus Brooklyn (NY) zum Ziel gesetzt einen geschmacklich perfekten Vodka zu produzieren. Die fünf Gründer gehen dabei soweit, dass sie ihre gesamte Produktion konzipieren und alle Fertigungsanlagen selber herstellen.

Diese Herangehensweise geht über den eigentlichen Trend, Produkte wieder selber herzustellen, hinaus und denkt ihn konsequent weiter. Für 2014 wird es sicherlich interessant zu sehen, wie sich dieser konsequente Manufakturansatz weiter durchsetzen wird.