Erasable Me – Content, der verschwindet

Im Spannungsfeld zwischen der menschlichen Natur des Vergessens und dem Internet als ewigem Speicherort entstehen Applikationen, die ein digitales Vergessen ermöglichen und Inhalte nur für begrenzte Zeit freischalten.

Während wir grundsätzlich versuchen, uns online so gut wie möglich darzustellen, erkennen unsere Trend Analysten ein Phänomen, den sie “Erasable Me” nennen. Timelined Content wird mithilfe von Apps zu Vanishing Content; indem sich Inhalte oder Fotos von selbst löschen.

Eine Beispiel-App: Snapchat. Mit Snapchat teilt man z.B. Fotos ohne dauerhafte Aufzeichnung und Folgen, denn nach einigen Sekunden beginnen sie, sich vor den Augen des Empfängers aufzulösen.

Im Trendexplorer können Sie den Micro-Trend “App zerstört Fotos von selbst” ebenfalls nachlesen.

So entstehen experimentelle, doch vergängliche Eindrücke, die jede Eitelkeit ausbremsen. Diese beginnende Kultur des Vergessens in sozialen Netzwerken ist eine Vermenschlichung digitaler Technologien und vor allem in Bezug auf den Privatsphäre-Diskurs wichtig.

Was halten Sie davon? Sollte das Internet viel mehr vergessen können? Ist “Erasable Me” ein Trend, der sich durchsetzen könnte? Hinterlassen Sie uns gerne Ihren Kommentar.