Die Perlen ordnen sich neu – wie sich ökonomische Wertschöpfungsketten ändern (4/4)

Social Business – Von „Profit Only“ zu „Profit for“


Die Perlen ordnen sich neu – wir leben in einer Zeit, in der sich ökonomische Prozesse wandeln und Wertschöpfungsketten neu strukturiert werden. Zugang löst Besitz ab, Zwischenhändler werden übergangen, die Menschen entdecken neue Wege des Teilens und ökonomisches Handeln verbindet sich mit sozialem Engagement.

In dieser vierteiligen Serie erhalten Sie Einblick in die Themen

Social Business


Nachdem die Themen P2P-Economy und Sharing Economy die ökonomischen Interaktionen zwischen Einzelpersonen aufgezeigt haben, richten wir zum Ende dieser Reihe noch einmal den Blick auf Brands und Unternehmen.

Auch hier wurde an wirtschaftlichen Stellschrauben gedreht: Unternehmen werden sozial. Profit ist nicht mehr Selbstzweck, sondern wird für die Lösung gesellschaftlicher Probleme eingesetzt. Social Businesses, die soziale oder ökologische Zielvorstellungen haben, sind auf dem Vormarsch! Finanzieller Profit bleibt wichtig, jedoch wird er in den Gründungszweck des Unternehmens reinvestiert. Gewinne werden dafür genutzt, die Reichweite der Unternehmung zu erhöhen, Projekte zu unterstützen  oder Services und Produkte zur Verfügung zu stellen.

Im Social Business wird Profitdenken vom ganzheitlichen Mehrwert-Denken abgelöst.

Micro-Trend: Crowdfunding-Plattform für soziale Unternehmen


33needs” ist eine Crowdfunding-Plattform aus den USA, die ausschließlich auf Investitionen in soziale Unternehmen fokussiert ist. Der gründungswillige Social Entrepreneur erhält auf der Plattform die Chance, sein Unternehmen mit Informationen und einem Einführungsvideo zu präsentieren. Innerhalb von 60 Tagen haben Menschen weltweit dann die Möglichkeit, das Projekt zu fördern. Wird der benötigte Betrag erreicht, wird das Projekt realisiert und die Investoren erhalten einen Anteil an künftigen Gewinnen.

 

In den letzten vier Wochen haben wir gezeigt, wie sich ökonomische Prozesse wandeln. In der Graphik ist von rechts oben im Uhrzeigersinn dargestellt, wie:

  • beim Post-Ownership-Gedanken  Eigentum durch flexiblen Zugang abgelöst wird
  • in der P2P Economy  Unternehmen als Transaktionspartner durch Privatpersonen ersetzt werden
  • Geld als Tauschmittel in der Sharing Economy durch Gegenleistung ausgetauscht und
  • im Social Business Profit für die Lösung gesellschaftlicher Probleme genutzt wird.