Über die Zukunft der Medien

Wie sieht die Zukunft der Medien und des Medienstandortes Hamburg aus? Unter dem Thema „Medienstadt Hamburg 2021“ fand am 05. Oktober 2011 an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation der erste Hamburger Medientalk als Auftaktveranstaltung für das Wintersemester 2011/2012 statt. Mira Bürger war für uns vor Ort.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Matthias Iken vom Hamburger Abendblatt, überzeugter Verfechter des Paid Content für Online-Zeitungen, Frank Otto von der Frank Otto Medienbeteiligungsgesellschaft, dem es um die Weiterentwicklung des Mediums Radio geht, Carsten Brosda vom Amt Medien der Senatskanzlei und der Jungunternehmer Tarek Müller, der seit 2003 mit dem Unternehmen „netimpact“ Geschäftsmodelle im Internet entwickelt.

Nachdem man sich darauf geeinigt hatte, dass man sich nicht vor Berlin zu fürchten habe, und Hamburg noch immer der stärkste Medien- und Kreativwirtschaftsstandort sei, ging es um die Zukunft der Medien.

Matthias Iken erklärte, dass sich Qualitätsjournalismus auch in Zukunft nicht mit Werbung finanzieren ließe, und beschwörte das Abo-Modell für Online Content. Otto hielt dieses Modell für überholt und „dämlich“, weil durch derartige Flatrates eine Abstrafung durch den Leser bei schlechtem Content nicht mehr möglich sei.

Brosda betonte, dass die Politik keinen fixen Plan für den Umgang mit Medien für die nächsten zehn Jahre habe. Angesichts der hochdynamischen Entwicklungen der IT-Branche sei es vielmehr wichtig, kurzfristige Aufgaben und Ziele zu setzen, und die konkreten Herausforderungen im Jetzt anzugehen.

Müller sah eine Zukunft, in der es noch immer Print-Produkte gibt, bei der sich aber die Produktion von Inhalten hin zu einer stärkeren Bedeutung des User Generated Content entwickelt. Laut Müller werde der Wandlungsprozess des Internets, weg von einem bedarfsdeckenden Tool hin zu einem bedarfsweckenden Tool, weiter fortschreiten. Statt nur dem Zweck des Informierens oder Kaufens zu dienen, wird das Internet zu einem ständigen Begleiter des Einzelnen, das neue Bedürfnisse generiert und stillt.

Yes man, now we’re talking! Welcome to the Outernet!