InsideAR – Die Zukunft von Augmented Reality

Keine Augmented Reality Messe, ohne TrendONE. Am 26. Und 27. November fand die InsideAR Konferenz in München statt. Wir waren vor Ort um uns umzuschauen, zu lernen und – mitzuspielen. Zahlreiche Live-Cases zu AR-Anwendungen stellten auf anschauliche Art und Weise dar, welche unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten sich mit Augmented Reality bieten.

Die Highlights:

The Augmented City

Eine spannende Entwicklung ist die optische 3D Erkennung von Objekten: In Zukunft können so neben Markern und zweidimensionalen Bildern auch dreidimensionale Objekte als Anknüpfungspunkt für AR genutzt werden.

Dieses Feld ist besonders für Stadtplaner interessant: Ganze Straßenzüge können dreidimensional mit augmentierten Informationen angereichert werden. Zukünftige Gebäude oder Verkehrsströme können direkt vor Ort per AR-Anwendung dargestellt werden, noch während sie sich im Planungsstadium befinden.

 

AR Automotive Maintenance and Construction

Da Augmented Reality ursprünglich für industrielle Anwendungen entwickelt wurde, sind die Anwendungen in diesem Bereich besonders fortgeschritten. Besonders praktisch ist die Anleitung für die Wartung des eigenen Autos: Hier wird einfach das iPad über – beispielsweise – den Motor gehalten, um die nötigen Arbeitsschritte Schritt für Schritt optisch dargestellt zu bekommen.

Die Forscher des Fraunhofer-Instituts in Wachtberg haben eine Software auf Basis von Augmented Reality entwickelt, mit deren Hilfe Reparaturarbeiten an Industriemaschinen auch aus der Ferne möglich sind. Die defekte Maschine wird dafür mit einer Kamera aufgenommen. Anhand von 2D-Barcodes, die an den Einzelteilen angebracht sind, ermittelt das System Kameraposition und -richtung und sendet die Daten an die Herstellerfirma. Dort sieht der zuständige Techniker die Maschine in derselben Perspektive und kann mit Hilfe der Software Arbeitsanweisungen an bestimmte Teile der Maschine schreiben.

Ebenfalls aus dem Automobilbereich ist der Augmentierte Röntgenblick: Mit ihm kann die Technik und Konstruktion des Fahrzeuginneren sichtbar gemacht werden.

Da diese Anwendung bis auf 1mm genau auf das Objekt augmentiert, wird diese Technologie beispielsweise bei der Entwicklung von 1:1 Modellen genutzt. Denkbar wäre aber auch die Anwendung am Point of Sale, um Kunden die Technik verständlicher zu machen.

AR und Gaming

Es wird vermutet, dass Gamification im jahr 2015 bereits ein 1.5 Milliarden Dollar Markt sein wird. Gamification bedeutet, dass spielerische Elemente in alltägliche Handlungen integriert werden. Hier liegt großes Potenzial für Augmented Reality Anwendungen.
Um seine offizielle Markteinführung zu feiern, hat Blippar, Anbieter einer mobilen Anwendung für Augmented Reality, mit dem Süßwarenhersteller Cadbury ein Spiel erstellt, das die Produktverpackung miteinbezieht. Blippar verwandelt Verpackungen von Markenherstellern in eine marketingwirksame virtuelle Attraktion. Cadbury hat darin nun ein Spiel integriert, das durch Abfotografieren der Verpackung gestartet wird. Der Spieler sieht dann augmentiert auf dem Handy-Display ein interaktives Video-Spiel, das ganz auf das Produkt und seine Verpackung zugeschnitten ist.

Soll es jedoch über Marketing-Anwendungen hinaus gehen, sind neue Endgeräte gefragt, um ein intensiveres Spielerlebnis zu erzeugen. Hier wird immer häufiger das Thema Augmented Vision angesprochen – die nächste Stufe in der Augmented Reality Evolution. Es handelt sich um Videobrillen, oder die aus unseren Keynotes bekannten AR-fähigen Kontaktlinsen.