+++ Verschiebung Virtual Think Tank +++

Es gibt Neuigkeiten zu unserem nächsten Virtual Think Tank.

Leider mussten wir den Termin von 17. Dezember 2009 auf 3. Februar 2010 verschieben. Unter dem Arbeitstitel “Augmented Life” laden die Deutsche Telekom Labs, der BVDW und TrendONE Sie nun herzlich nach Berlin ein, um mit uns gemeinsam die euesten Technologien und Medientrends in den Deutsche Telekom Labs am Ernst-Reuter Platz 7 in Berlin zu diskutieren und zu bearbeiten.

Ihr Ansprechpartner für diesen Event ist Nils Müller

Zur Einstimmung auf den Event hier ein Text von Max Celko, Trends Researcher, Futurist GDI, TrendONE, Xeit:

Wir leben in einer Zeit, in der die Verbindungen zwischen den Menschen immer enger werden. Web-Gemeinschaften wie Facebook, MySpace, Flickr oder YouTube bringen Gleichgesinnte weltweit zusammen. Digitale Technologien durchdringen unseren Alltag immer lückenloser und versprechen eine neue Freiheit der Kommunikation: Durch Handys und Notebooks sind wir heute „always on“ – immer mit dem Netz verbunden. Wo auch immer wir hingehen, wir befinden uns stets in einer Medienblase, durch die wir mit unserer Community in Kontakt stehen. Informationen werden dadurch in immer kürzeren Abständen ins Netz übertragen und mit anderen ausgetauscht. Exemplarisch für diesen Trend ist Twitter. Der Social-Messaging-Dienst erlaubt es seinen Nutzern, in Echtzeit miteinander in Kontakt zu bleiben und sich gegenseitig am Alltag teilhaben zu lassen. Twitter funktioniert nach dem Prinzip des „Life-Streaming“: Alles, was man tut, und alles, was man fühlt, wird augenblicklich ins Netz übertragen und mit der Community geteilt. Unsere virtuelle Existenz und unser reales Ich fallen damit immer mehr zusammen. Schreitet die Entwicklung voran wie bisher, wird der Takt der Interaktion in Zukunft stetig zunehmen, bis wir einen Zustand erreichen, in dem alle unsere Handlungen, Wahrnehmungen und Gedanken in Echtzeit gestreamt und augenblicklich rückgekoppelt werden. Unser Selbstbild und unsere Identität werden dadurch immer stärker von der virtuellen Welt geprägt: In immer kürzeren Abständen bekommen wir Feedback auf unsere Handlungen und Gedanken, sodass die virtuelle Welt wie eine zusätzliche Ebene der Selbstwahrnehmung wirkt. Unsere Identität wird dadurch gleichsam ins Netz „verlängert“. Unsere Community wird zu einer Art Fortsatz unseres Gehirns – zu einer Art Über-Über-Ich, das alles, was wir denken, fühlen und tun, kommentiert und validiert.

Am Ende dieser Entwicklung steht das Meta-Gehirn: Die Gehirne aller Menschen sind vollständig vernetzt und in permanentem Austausch. Jede Information, die ein einzelnes Individuum hat, ist gleichzeitig Teil des kollektiven Wissens. Da alle unsere Wahrnehmungen laufend ins Meta- Gehirn übertragen und dort gespeichert werden, haben wir Zugriff auf alles, was jeder Mensch auf der Welt zu jedem beliebigen Zeitpunkt sieht, hört, fühlt, riecht oder schmeckt. Unsere individuellen Wahrnehmungen verschmelzen dadurch zu einem kollektiven Pool aus Sinneseindrücken. Es entsteht ein Kollektivbewusstsein, das alle Menschen miteinander verbindet. Das Individuum geht auf im Menschenschwarm.