Neue Podcast-Folge: Dr. Tilman Buchner über die mobile Autoscout24 App mit Visual Search

autoscout24 App

Wer auf der Suche nach einem neuen Auto ist, muss längst nicht mehr in Autohäuser gehen oder Anzeigeblätter durchforsten. Mit Onlineportalen, wie Autoscout24, ist der Fahrzeugkauf vom Wohnzimmer aus zur Gewohnheit geworden. Seit neustem ist der Online-Automobilhandel sogar auch von der Straße aus möglich.

In der aktuellen Version ihrer Android-App hat AutoScout24 die Bilderkennungs-Anwendung “Visual Search” implementiert, die Autos anhand optischer Merkmale erkennt und passende Angebote aufruft. Eine Umkreissuche ermöglicht das Auffinden des nächstgelegenen Inserats, dessen Anbieter über einen Anruf-Button direkt kontaktiert werden kann.


Dr. Tilman Buchner
stellt in der aktuellen Ausgabe unseres TrendONE Trend Podcasts die neue Autoscout24 App vor und berichtet, wie es zu dieser innovativen Entwicklung kam.

 

Berliner Radical Game zum Thema „Future Music“

Radical Game Berlin

Welche Trends werden die Zukunft der Musikindustrie maßgeblich beeinflussen? Was für Möglichkeiten bieten sich für Musikschaffende und Produktionsfirmen mit Augmented Reality, Location-based Service und Shy Tech? Antworten darauf liefern wir seit März bereits in unserem Band Trendreport. Als Trendforscher blickt TrendONE wir aber immer voraus und aus diesem Grund veranstalteten wir am 10. Mai unter dem Motto „Innovation durch Kombination“ein internes Radical Game in Berlin. Diesmal  hat sich alles um das Thema „Future Music“ gedreht. Dafür wurden passende Micro-Trends ausgewählt und den Workshop-Teilnehmern im Rahmen einer multimedialen Präsentation vorgestellt.

Anschließend fiel der Startschuss für  das Radical Game: In kleinere Gruppen aufgeteilt hat jedes Team begonnen, die auf Spielkarten abgebildeten Trends auf radikale Weise zu verknüpfen und neu zu kombinieren. Der Kreativität waren dabei keinen Grenzen gesetzt.

Nachdem die inspirierten Trendexperten schließlich ihre innovativen Ergüsse präsentiert hatten, wurden sie dazu aufgerufen die persönlichen Favoriten zu markieren.

Hier die Top 5 Innovationen, die bei der Gruppenbewertung am besten abgeschnitten haben:

# 1       Product Soundtracks

Durch den Scan von Produkten wird Musik generiert – Audiobranding ist das Stichwort. Jedes Produkt kann mit passenden Klängen versehen werden. Dabei kooperieren Markenhersteller im Rahmen von Werbekampagnen mit Musikern und Bands. Beide Parteien profitieren von der damit verbundenen Promotion. Die Modifizierung der abrufbaren Produktsounds ermöglicht wiederum das Kreieren eigener Songs, die via Soziale Medien geteilt werden können.

# 2       Be Justin Bieber!

In einem interaktiven Videospiel wird das Leben des amerikanischen Popsängers Justin Bieber per 360°-Kamera eingefangen und seinen Fans virtuell zur Verfügung gestellt. Per Klick können Sie anhand verschiedener Auswahlmöglichkeiten bestimmen, was ihr Idol als nächstes tut und wie sein Tag verläuft. Wer bei diesem Spiel die meisten Punkt erhält, bekommt die Möglichkeit den Popstar tatsächlich aus der Ferne mit Hilfe eines interaktiven Life-Streams zu steuern.

# 3       Location-based Sightseeing Album

Eine Innovation für den Bereich Stadtmarketing: Parallel  zu Besichtigungstouren können unterschiedliche Soundtracks generiert werden. Mittels GPS-Daten ist das Abrufen und Sammeln von Songs an verschiedenen Sehenswürdigkeiten möglich. Auch Daten zum  Wetter und zur Stimmung fließen bei der Musikwiedergabe mit ein. Neben dem Spaßfaktor des Geocachings werden die Erlebnisse durch Musik auf einprägsame Weise mit besonderen Emotionen verbunden.

# 4       Karaoke Shoes

Mit den Karaoke-Schuhen kann der Träger durch bestimmte Bewegungen Musik generieren. Es geht jedoch nicht darum eigene Musik zu kreieren, sondern um das Imitieren von Sounds und Songs. Wird die Musik richtig nachgetanzt, wird der Zugang zu einem Gratis-Download des Tracks freigeschaltet. Künstler können Songs ihres neuen Albums an verschiedenen Orten hinterlegen, um den Release zu bewerben. Aufmerksamkeit ist so gut wie garantiert.

# 5       Google Street View Concert

Das Google Street View-Konzert wird weltweit übertragen. Es gibt 2 verschiedene Möglichkeiten den Auftritt zu genießen. Zum einen wird das Konzert live in 3D gespielt und zum anderen können die Besucher des Konzerts eigene Aufnahmen per Handy machen und via 4G-Leitung in Google Street View übertragen. Auf diese Weise ist es auch für die Zuschauer zuhause am PC möglich das Event hautnah mitzuerleben.

Success Story – “The Witness – The First Movie in the Outernet” von Jung von Matt / Spree

Nach dem internationalen Erfolg mit dem interaktiven Kinofilmprojekt „Last Call“ für den TV-Sender 13th Street setzt die Berliner Agentur Jung von Matt / Spree erneut Maßstäbe in der modernen Unterhaltungsindustrie.

In diesem Jahr werden die Fans des Senders für Horror, Thriller und Crime in das Outernet geführt. Mit „The Witness – The First Movie in the Outernet“ initiieren die Kreativen aus der Hauptstadt gemeinsam mit der Multimedia Agentur Powerflasher Hamburg (technische Umsetzung), der Produktionsfirma Radicalmedia (Produktion) und den nhb Studios Berlin (Postproduktion) den ersten wortwörtlichen Spielfilm in Deutschland.

Der als Live-Event konzipierte interaktive Film kombiniert virtuell eingeblendete Video-Sequenzen mit einem GPS-Real-Life-Game in Berlin. Gespielt wird das Game mit Hilfe einer iPhone App. Ausgewählte Zuschauer erleben mit „The Witness“ ihren ganz persönlichen Thriller: Die Mitspieler sind interaktiv an der Aufklärung eines Verbrechens beteiligt und müssen selbst an den unterschiedlichen Tatorten ermitteln. Über ihr iPhone erhalten sie wichtige Hinweise und Verfolgen das Geschehen über virtuell eingespielte Film-Szenen vor Ort.

Bereits 2010 lud uns Jung von Matt als Gastredner zum Thema „Jump into the Outernet“ ein, bei der wir in Form einer multimedialen Zukunftsreise über Marketing, Media und Technology Trends im Outernet berichteten.

Aus diesem Grund sind wir begeistert von der Verwendung des Begriffs im Zusammenhang mit diesem innovativen Projekt bei dem das Erleben eines Spielfilms an unterschiedlichen Orten mit Einsatz eines Smartphones unter Verwendung der Augmented Reality Technologie im Vordergrund steht.

Mathias Stiller, Geschäftsführer Kreation bei Jung von Matt/Spree zum Projekt: “The Witness” ist eine komplett neue Art von Film, denn er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Spiel-Film. Die ganze Stadt wird zu einem interaktiven Spielfeld für unsere Story. Räume und Gegenstände werden quasi zu Links, die man anklicken kann. Der Begriff “Outernet” ist dafür genau richtig, denn alles, was sonst im Internet auf dem Computer passiert, wird raus auf die Straße geholt.”

Wir freuen uns sehr in diesem Fall als Namensgeber agiert zu haben und sind gespannt auf den nächsten Jung von Matt Coup! Erleben wir im nächsten Jahr gar den ersten Brain Net Film?

TrendONE Micro-Trends in der ALWAYS ON

In der aktuellen Ausgabe der Always On, Hamburgs Magazin der digitalen Wirtschaft, finden Sie vier Micro-Trends zum Thema Location-based Services. Zum kostenlosen Download des Magazins gelangen Sie über diesen Link.

Interessieren Sie sich ebenfalls für Publikationen von Micro-Trends in Ihrem Magazin oder Ihrer Fachzeitschrift?

Norbert Hillinger steht Ihnen zum Thema Kooperationsmöglichkeiten gerne zur Verfügung.

Sebastian Metzner als Sachverständiger im Unterausschuss Neue Medien des Deutschen Bundestages

Was gibt es im Bereich Neue Medien für innovative Entwicklungen? Welche sind davon signifikant? Und was für Auswirkungen haben diese Innovationen auf unsere Zukunft? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Unterausschuss Neue Medien des Deutschen Bundestages regelmäßig in öffentlichen Sitzungen. Technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte werden hier vorgestellt und diskutiert. Die Themen sind richtungsweisend für Gesetzesentwürfe.

Wir freuen uns sehr, dass Sebastian Metzner als einer von drei Sachverständigen eingeladen wurde, um vor dem Ausschuss zu den Themen Outernet, Location-Based Services und Augmented Reality zu sprechen.

Die anderen Sachverständigen dieser Sitzung sind Dr. Thilo Weichert(Datenschutzbeauftrager des Landes Schleswig-Holstein) und Gerd Billen (Oberster Verbraucherschützer in Deutschland).

Die Sitzung ist öffentlich und kann daher im Paul-Löbe-Haus besucht werden, wenn Sie sich im Vorfeld dazu anmelden. Im Internet können Sie die Sitzung live am 07. Februar 2011 von 13 bis 14 Uhr verfolgen. Besuchen Sie dazu bitte die Website des Deutschen Bundestages. Eine Aufzeichnung steht Ihnen unter diesem Link ebenfalls nach der Veranstaltung zur Verfügung.

Neuer Trendscout – Werner Haring

Bereits während seines Studiums an der Karl-Franzens Universität Graz in Österreich (Master Management and International Business) hat Werner Haring als Key Account Manager, Consultant und Marketing Manager bei evolaris next level GmbH Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsanalysen betreut und Geschäftsmodellen für den Einsatz innovativer Technologien insbesondere im Bereich Marketing und Kundenkommunikation entwickelt.

Seit 2010 berät er als Experte im Bereich der digitalen Kommunikation Unternehmen in der Nutzung unterschiedlicher Kommunikationskanäle (Web 2.0, Social Media, Mobile Lösungen, etc). Er entwickelt Konzepte und Strategien und unterstützt von der kreativen Ideenfindung bis hin zur organisatorischen Einbettung im Unternehmen.

Der gebürtige Salzburger lebt in Graz ist aber im Rahmen seiner Selbtständigkeit in ganz Österreich unterwegs. Als Trendsocut widmet er sich besonders den Themen Social Media, Kontext-Sensitive Services (LBS, etc.), Mobile Kommunikation, Guerilla & Ambient Advertising und Medien-Interaktivierung.

Michael Fisher zum Thema Location Based Services @ Mobile Breakfast

Unter dem Motto „LOCATION IS EVERYTHING – FACT OR FICTION? “  veranstaltete das Hamburger Mediennetzwerk Hamburg@Work am 21. September 2010 die vierte Auflage des „Mobile Breakfast“, bei dem aktuelle Themen aus der Mobile-Branche präsentiert wurden.

Als Gastredner informierte  Michael Fisher von ZOS Communications LLC das Publikum, das sich hauptsächlich aus Akteuren der Hamburger Mobile-Branche zusammensetzte, über den aktuellen Stand und Perspektiven für Location Based Services (LBS) in verschiedenen Anwendungsbereichen.

Nach einleitenden allgemeinen Informationen zu technischen Aspekten und Verbreitung  von ortsbasierten Diensten und entsprechenden ortssensitiven Devices (Smartphones, Navi´s etc.), erläuterte Fisher, der sich seit ca. 12 Jahren dem Thema der Location Based Services widmet, Perspektiven die ortsbezogene Dienste für diverse Branchen bieten.

Trotz der kontinuierlichen Marktdurchdringung von Smartphones und anderen Devices zur  Nutzung von LBS, sieht Fisher aktuell das größte Problem in der meist unzureichenden Rentabilität dieser Dienste.

Fishers zentrale Thesen und Handlungsempfehlungen zu den einzelnen Ausprägungen von Location Based Services lauten:

Navigation:

Markt ist an Anbietern gesättigt; Harter Preiskampf und Verdrängungswettbewerb.

Fisher:   “GAME OVER!”

Navigationsgeräte vs. Smartphone: Bedrohung durch kostengünstige Smartphone Anwendungen

Fisher:  „Challenging at Best!“ (Harter Wettbewerb)

Travel:

Viele  Anwendungen für Smartphones vorhanden; Suche nach Point of Interests ist sehr populär aber wenig profitabel.

Fisher: „Basically, Been there – Done that!” (Der Zug ist abgefahren)

Logistics

Etablierte Anbieter tätig; Hoch spezialisierte Anwendungen (u. a. Routenoptimierung, Flottenmanagement); Chance: Spezialisierung auf Nischen

Fisher: „Challenging at Best!“ (Harter Wettbewerb)

Safety & Security

Vermehrter Einsatz bei Sicherheitskräften;  Smartphones bestens geeignet für Sicherheitsanwendungen

Fisher: “Long sales cycles with big returns.”

Gaming

Verbreitung von Smartphones ist Treiber für LBS-Gaming

Fisher: “Only Limited to the Imagination” (Sehr großes Potential!!!)

Marketing

Langsame, aber stetige Entwicklung von LBS-Marketing; Konsolidierung bei Mobile Couponing-Anbietern

Fisher: “Chicken & Egg syndrome, but growing”

Retail Marketing

Bisher langsame Adoption von LBS zu Promotionzwecken; Studien haben ergeben, dass vor allem Frauen mobil einkaufen wollen.

Fisher: “Practical Apps Make Money”

Advertising

Mobile Werbung ist unumgänglich;  Ortssensitive Werbung ist relevanter;  Opt-In Werbung  verfügt über großes Potential

Fisher: “Better campaign results & higher CPC”

Social Networking

Bestehende Social Networks bieten zum Teil schon LBS an; Diese Services müssen kulturelle  Unterschiede beachten; Adult Services verfügen über großes Potential; Relavanz ist alles

Fisher: “Great Potential“

Michael Fisher beendete seinen Vortrag mit einigen allgemeinen Informationen, die sich an alle Akteure richten, die bereits LBS betreiben oder vorhaben in diese Branche einzusteigen. Essentielle  Grundlage für einen erfolgreichen Location Based Service ist, nach Fisher, das Verstehen des Zielpublikums und der Eigenheiten des Zielmarktes  in der die jeweilige Anwendung zum Einsatz kommen soll. Dazu müssen die Anwendung bzw. Services nutzerfreundlich und kostenfrei sein um eine schnelle Verbreitung in dem Zielmarkt bzw. Zielgruppe zu erreichen.  In seinem abschließenden Statement, betonte Fisher die absolute Notwendigkeit eines konstanten und fortlaufenden Trend-Monitorings, um in diesem sehr dynamischen Markt frühzeitig Trends zu identifizieren und diese für  die Entwicklung eigener Anwendungen zu berücksichtigen.