CES 2012 – Tag 4: Phygital Gaming, Roboter und das Ice-Cream-Sandwich
Der Begriff mag etwas merkwürdig klingen, tatsächlich ist Phygital Gaming allerdings eine interessante Sache, die in diesem Jahr bei der CES auch häufiger zu sehen war, zugegebenermaßen eher bei kleineren Ausstellern.
Gemeint sind damit Spiele, die zum Beispiel als App auf Tablets oder anderen Endgeräten gespielt werden und reale Objekte mit einbeziehen.
Erst kürzlich hat Disney seine neue Spielzeugreihe AppMATes vorgestellt, die aus kleinen Plastikautos mit speziellen Sensoren besteht und das iPad als Spielfläche nutzt. Der Spieler fährt dabei über die Oberfläche des Tablets und folgt den Anweisungen des Spiels, um Punkte zu erhalten und Rennen zu gewinnen. Über die Sensoren erkennt das Gerät die Bewegungen und fügt Dialoge entsprechend der genutzten Spielfigur ein. Die Applikationen werden als Gratisdownload erhältlich sein. Ein Doppelpack der Autos, die denen aus dem Disney-Film Cars 2 nachempfunden sind, soll etwa 20 US-Dollar kosten. Mehr Infos zu den AppMATes finden Sie im Trendexplorer.
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ereits länger auf dem Markt ist das Spiel “The Eye of Judgement” für die PlayStation 3. Dabei handelt es sich um ein Spielkarten-Game. Die Spieler erhalten neben einer DVD auch ein Spielbrett, eine Kamera und gewöhnliche Spielkarten mit einem 2D-Code. Nach dem Start des Spiels legen die Gamer die Karten auf das Brett. Die Kamera filmt die Codes und daraus erwachen virtuelle 3D-Figuren, die nicht nur virtuell miteinander interagieren, sondern auch auf die Handbewegungen der Spieler reagieren. Damit ist “The Eye of Judgement” das erste Spielkonsolen-Game, bei dem Augmented Reality zum Einsatz kommt. Mehr Infos zu Eye of Judgement finden Sie im Trendexplorer.
Ein ähnliches Spiel stellte das französische Unternehmen ePawn aus Paris bei der diesjährigen Consumer Electronics Show vor. Ein gewöhnliches, laut Hersteller, kostengünstiges LCD-Display wird mit einem mobilen Endgerät wie iPad oder iPhone verbunden und erkennt über eine selbstentwickelte, RFID-ähnliche Technologie reale Gegenstände, die auf dem Spielbrett positioniert werden und miteinander agieren.
Neben phygitalen Spielen wurde auch das Thema alternative Steuerung von Medien- und Spielanwendungen in diesem Jahr groß geschrieben. Von dem belgischen Unternehmen Softkinetic, dass bereits 2008, also vor Microsofts Kinect eine eigene Lösung für Ganzkörpererfassung vorstellte, über AikenLabs, die mit selbstprogrammierbaren Sensoren arbeiten um Games und andere Anwendungen individuell durch Bewegung zu steuern bis hin zum Eytracking der Firma Tobii und dem Brain Wave TV-Set von Haier und Neurosky war die Reihe der ausgestellten Innovationen groß.
Aber auch das „normale“ Gaming kam nicht zu kurz. Sony stellte mit Vita seine lang erwartete neue mobile Spielkonsole vor, die in Kürze in den USA auf den Markt kommen wird.
Mein Besuch der japanischen Roboter Tech Zone bei der CES 2012 war leider einen Tag zu spät. Gestern stellte nämlich der amerikanische Shooting-Star Justin Bieber den neuen Tosy Entertainment Roboter vor.
So war das (Roboter-)Highlight des heutigen Tages der intelligente Dinosaurier Roboter der Firma Innvo Labs aus Hongkong. Dieses künstlich intelligente Gerät reagiert auf Berührung und muss, ähnlich wie ein Tamagotchi, täglich betreut werden.
Es lernt mit der Zeit und erkennt Gesichter und Objekte auf die es dann entsprechend reagiert. Ein toller Roboter, der auf den ersten Blick lediglich ein Gadget darstellt, dessen Potential jedoch enorm ist.
Ein abschließender Spaziergang durch die großen Hallen der CES 2012 bestätigte einmal mehr: Die großen Themen der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik waren Connectivity, Cloud, OLED und selbstverständlich 4G sowie Google’s vierte Anroid Generation, das Ice-Cream-Sandwich, mit dem Konnektivität über verschiedene Geräte eine neue Dimension erreicht.
Alle Fotos von der CES 2012 finden Sie auf Flickr.
Für Fragen rund um die diesjährige CES stehe ich Ihnen gerne per Mail unter hillinger@trendone.com zur Verfügung.
CES 2012 – Tag 3: OLED, Mobile (Augmented Reality) Apps und die Macht von YouTube
Die internationale CES 2012 in Las Vegas neigt sich langsam dem Ende zu. Am dritten Tag der Convention gab Robert Kyncl, Vice President Global Content Partnerships von YouTube, in seiner Keynote zum Thema „Entertainment Matters“ erstaunliche Zahlen zur globalen Webglotze preis. So rechnet der von Netflix zu YouTube gewechselte Kyncl damit, dass 2020 rund 75% aller neu aufkommenden Kanäle Web-Video-Channels sein werden. Dass YouTube nicht zuletzt durch seine Embedding-Funktion und die dadurch potentiell steigende Verbreitung der Inhalte groß geworden ist, ist kein Geheimnis.

Welche Rolle das Social Network Facebook hier spielt, zeigte Kyncl heute auf. Demnach werden pro Jahr rund 100.000 Jahre (!) YouTube-Videos allein auf Facebook gestreamt. Insgesamt streamt YouTube aktuell drei Mrd. Stunden an Videomaterial pro Monat.
Obwohl Onlinevideo-Konsum auf Smart-TVs noch in seinen Kinderschuhen besteht, gehen in naher Zukunft 90% des gesamten Online-Traffics auf das Konto von Videos. Bis 2015 rechnet YouTube mit 500 Millionen verkauften Smart-TVs wodurch sich auch der Kuchenanteil von Video im gesamten Web-Traffic bis dahin noch einmal erhöhen wird.
Kyncl bestätigte in seiner Keynote die schon am Dienstag genannte Zahl von 700.000 Android Devices, die täglich registriert werden und ergänzte die Tatsache, dass dies mehr Geräte sind, als Babies pro Tag geboren werden. Muss YouTube also bald auf einem neuen Planeten nach neuen Kunden suchen?
Im Anschluss an Kyncls datenreiche Keynote, folgte eine Diskussion mit den Betreibern der erfolgreichsten YouTube-Channels, zu denen unter anderem der Erfinder der TV-Serie CSI Anthony Zuiker zählt.
Die komplette Keynote können Sie sich hier als Video ansehen:
High-Noon am Donnerstag in Vegas. Die CES lud zum Mobile App Showdown ein. Über 100 Entwickler mobiler Applikationen aus aller Welt haben sich dafür online registriert.
Die zehn Besten hatten am Donnerstag die Chance vor dem CES Publikum in jeweils vier Minuten ihre Applikation vorzustellen. Neben Entertainment und Augmented Reality Apps fiel vor allem die erstaunlich hohe Anzahl an Health und Fitness Apps auf. Hier eine kurze Vorstellung einiger Kandidaten, über die wir auch schon als Micro-Trends berichtet haben:
Aurasma: Die Firma Autonomy hat mit “Aurasma” eine Applikation entwickelt, die unter anderem mittels Bilderkennung und Augmented Reality passende Videos zu einzelnen Bildern in Zeitungen oder auf Verpackungen präsentiert. Hierzu wird die Kamera des iPhones mit der Anwendung beispielsweise über ein Foto in einer Tageszeitung gehalten. Per Bilderkennung sucht die Applikation in Videos im Internet nach diesem Bild. Das gefundene Video wird dann automatisch auf dem Display innerhalb des Originalhintergrunds eingespielt. Mehr Infos zu Aurasma finden Sie im Trendexplorer.
Magisto: Der Sieger des Mobile App Showdown bei der CES 2012 ist ein Service des israelischen Unternehmens SightEra Technologies, der seinen Benutzern hilft, Videos automatisiert attraktiver zu gestalten. Die Software hinter dem Online-Dienst macht anhand von Bewegungen, Verhaltensanalysen und Kameraführungen des Videos die wichtigsten Momente aus, poliert diese und schneidet sie eigenständig neu zusammen. Rohmaterial von bis zu 600 Megabyte kann auf diese Weise verarbeitet werden. Viele Dateiformate werden dabei unterstützt, seien es Videos von Smartphones oder Digitalkameras. Nach der Wahl der richtigen Hintergrundmusik ist das perfekte Urlaubsvideo im Handumdrehen fertig. Mehr Infos zu Magisto finden Sie im Trendexplorer.
Mit Macaw entwickelten Qualcomm Labs und die U.S. Preventive Medicine Inc. einen mobilen Dienst, der das Smartphone in einen persönlichen Gesundheitsratgeber verwandelt.
Besitzer eines Autos der Marke Viper können mit der App Viper SmartStart nicht nur ihr Auto mit dem Handy starten und stoppen sondern dieses zudem lokalisieren, auf- und zuschließen und die Heizung an kalten Tagen vorab aktivieren. Die App lässt Autobesitzer ihre Fahrzeug auch per Augmented Reality auf einem großen Parkplatz wiederfinden.
Mein persönlicher Favorit, der allerdings leider nicht beim Showdown mit dabei war, ist „Dance don’t fall“ von Fraunhofer Portugal. Bereits am Dienstag lernte ich zufällig Prof. Dr. Dirk Elias von Fraunhofer AICOS in Porto kennen, und er erzählte mir mehr über die App für Senioren. Das Fraunhofer AICOS aus Portugal hat die Betaversion der App lanciert, die vor allem Menschen über 65 durch einfache Tanzübungen vor dem Hinfallen schützen soll. Algorithmen analysieren dafür die Daten, die während der Übungen über die Bewegungssensoren aufgenommen werden, und berechnen so das Risiko der jeweiligen Nutzer zu stürzen. Die Anwendung gibt außerdem Rückmeldungen zum Fortschritt von Genauigkeit, Timing und Stabilität. Außer über das Smartphone kann sie über Google TV abgespielt werden und erlaubt sogar den Wettkampf unter Freunden. Mehr Infos zu Magisto finden Sie im Trendexplorer.
Mit dem Ende der großen Keynotes und Sessions startete zugleich der eigentliche Convention-Besuch. Zu den großen Themen des heutigen Tages in den Haupthallen der CES 2012 zählen bestimmt die Themen 3D und OLED-Screens.
So stellt LG in diesem Jahr den aktuell weltgrößten OLED-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 55 Zoll vor. Zudem zeigt der Hersteller Geräte, auf denen zwei Personen ein Videospiel in 3D gegeneinander auf nur einem Screen spielen können.
Morgen steht ein detaillierter Streifzug durch die CES in Las Vegas bevor. Stay tuned for more!
Mehr Bilder vom heutigen Tag gibt es wie immer auf Flickr.
3D-Drucker-Partys und digitale Trommelperformance – Ein Besuch auf der TEDx in Hamburg

Unter dem Motto „Realities Rebuilt“ fand am 24. Mai die diesjährige TEDx-Konferenz im Hamburger Curio-Haus statt. Mira Bürger, Trend Analyst bei TrendONE, war dabei.
Vor einer LED-Wand, auf der als Leuchtkugeln die aktuellen Tweets zum Geschehen visualisiert wurden, kamen Redner aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Medizin, Architektur oder Design zusammen, um ihre „Ideas Worth Spreading“ auszutauschen.
In drei Blöcken, die jeweils aus 18minütigen TED Talks, 5minütigen Short Talks, Video Talks und Show-Acts bestanden, wurde der Zuhörer mit geballtem Wissen, Erfahrungen und Ideen gefüttert, die euphorisch bis pragmatisch vorgetragen wurden.
Bright Simons stellte das mPedigree-Netzwerk vor, mit dem Medikamente von Fälschungen mithilfe eines SMS-Codes unterschieden und so vor allem in Afrika etliche Menschenleben gerettet werden können; TrendONE hat diesen Micro-Trend schon seit 2007 im Trendexplorer.
Thomas Auer beschrieb seine Vorstellung von „Green Building Design“ und betonte, dass nachhaltige Architektur Effizienz durch das Design erreicht, und nicht durch Gadgets wie ein begrüntes Dach.
David F. Flanders präsentierte einen 3D-Printer und seine Auswirkungen auf die Welt, wie wir sie bisher kennen. Außerdem lud er zu Drucker-Baby-Parties, bei dem die Teilnehmer ihren eigenen 3D-Printer-Nachkommen drucken können.
Stefan Balzer berichtete in einem Short Talk über das Interview Project Germany, ein von David Lynch mitgetragenes Projekt, bei dem ein Team durch Deutschland reiste, Leute auf der Straße ansprach, mit ihnen Interviews über sie selbst führte und dies alles in einem Film dokumentierte. So lernte das TED-Publikum Hans-Dieter kennen, der von seiner Kindheit und seinen Kindern erzählte.
Alin Coen bezauberte das Publikum mit ihrer Stimme und Gitarre und sorgte so für ein kleines Digital Downtime-Fenster.
In einem Video-Talk stellte Morgan Spurlock ein neues Projekt vor. Der US-Amerikaner ist unter anderem mit dem Film “Supersize Me” bekannt geworden, in dem er den Selbstversuch dokumentierte, sich dreißig Tage ausschließlich von McDonalds zu ernähren. Seinen neuesten Coup, der durchgebrandete und nur von Product Placement finanzierte Film „ The Greatest Movie Ever Sold“, stellte er im „Greatest TED-Talk Ever Sold“ vor. Hierbei wand Spurlock die gleiche Strategie an: „This TED-Talk has been brought to you by my good friends at EMC, who for 7100 Dollars bought the naming rights on Ebay!”
Der Neurobiologe Gerald Hüther erklärte, warum Probleme und Konflikte oft nicht nur „man made”, sondern auch „made by males“ sind. An dieser Stelle nur so viel: Es hängt mit dem Y-Chromosom zusammen. Männer können nicht wie Frauen auf ein zweites X-Chromosom zurückgreifen, was zu einer Reihe gesellschaftlicher Konsequenzen führt.
Stefan Keller und Martin Grütter irritierten mit ihrer digitalen Trommelperformance; ein Tweet kommentiert die musikalische Einlage wie folgt: „Das war … ANDERS“.
Matthias Oelmann präsentiert die Multimedia-Plattform SoVIET, bei der Video-Live-Stream mit aktuellen Posts aus verschiedenen sozialen Netzwerken und einem Image-Feed verbunden wird. So soll die Darstellung von Nachrichten und Ereignissen der Komplexität der Gegenwart gerecht werden.
Die TEDx in Hamburg war spannend, anspruchsvoll, ansteckend, vielseitig, geschmackvoll (sowohl das Catering als auch die Location), lustig, ernst und inspirierend.
Nachbericht zur CeBIT
Jedes Jahr, wenn die CeBIT kommt, schmeißen wir unsere Trendforschungsbücher vom Tisch und freuen uns wie übermütige Kinder, vor Ort die neusten Innovationen zu entdecken und selbst auszuprobieren.
Vom 1. bis 5. März fand die weltweit größte Messe der Informationstechnologie in Hannover statt. Mehr als 4 200 Unternehmer aus 70 Ländern haben sich dieses Jahr beteiligt um Neuheiten aus der Informations- und Unterhaltungstechnologie vorzustellen und sich über den diesjährigen Schwerpunkt der CeBIT auszutauschen: Datenschutz und Cloud Computing.
Unsere Highlights 2011:
- Das „IRIS“ Design von ASUS: Produkte, die sich ganz intuitiv auf die verschiedensten Herausforderungen des Alltags anpassen können. Wer sagt, dass aus ein Smartphone sich nicht in Sekundenschnelle in einen Laptop verwandeln könnte?
- Das Fraunhofer Interactive Shopping Tool: Mit nur einer Handbewegung können interessierte Käufer ihre Produkte im Schaufenster anzeigen lassen, aussuchen und von allen Seiten begutachten.
- Der Torwartroboter von INTEL mit eingebautem Sensor zur optischen 3D-Messung: Im Torwandschießen hatten unsere Trendforscher Torsten Rehder und Sandro Megerle gegen ihn keine Chance.
- „GAME ON!“ ist auch bei der CeBIT ein großer Trend. Die Gaminghalle war gut besucht und bei der CeBIT der Ort mit der besten Stimmung.
Unsere Trendanalysten waren besonders interessiert an neuartigen 3D Darstellungen, doch die technischen Möglichkeiten ohne eine 3D Brille sind weiterhin begrenzt. Mit Abstand die beste on-screen 3D Technologie fanden wir bei der Nintendo 3DS.
Wie jedes Jahr freuen wir uns dabei gewesen zu sein und haben viel Inspiration mitgenommen.
Fazit zur Consumer Electronics Show
Von 6. bis 9. Januar fand in Las Vegas mit der CES die weltweit größte Messe zum Thema Consumer Eletronics und Technology statt.
Wie erwartet, stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Tablets. Über 30 Hersteller präsentierten ihre Geräte, die größtenteils auf Googles Betriebssystem Android oder Windows 7 basieren und entweder in Kürze auf den Markt kommen oder bereits jetzt käuflich erweblich sind. Besonders hervorgehoben hat sich das Motorola Xoom (welches von CNET.com auch zum “Best of the Show” Produkt gewählt wurde).
Auch Samsung hat sich im Bereich Tablets positioniert und mit dem Sliding PC 7 Tablet erstmals einen Hybriden aus Laptop und Tablet präsentiert. Wie in jedem Jahr war Samsung auch bei der CES 2011 einer der größten Aussteller. Neben Full HD 3D TV-Geräten und neuen Hybrid- bzw. Social TV Sets, waren aus TrendONE Sicht vor allem die bereits vor einiger Zeit erstmals präsentierten Protoypen der ultraflachen und biegbaren OLED Displays interessant. Dass Samsung zu einem der wichtigsten OEMs für die großen Software-Provider zählt, beweist die Tatsache, dass sowohl Googles neues Smartphone Nexus S als auch Microsofts Surface 2.0 die Hardware der Koreaner nutzen.
Aber nicht nur Samsung arbeitet an zukünftigen Display-Technologien, auch Asus präsentierte bei der CES erstmals einen Prototypen der Iris Serie. Dabei handelt es sich um ein Display, das nicht nur flach und biegbar sondern zudem in der Größe verstellbar sein soll.
Was diesem beeindruckenden Display allerdings derzeit noch fehlt ist die 3D-Fähigkeit. Wie 3D in Zukunft aussehen könnte, darüber haben sich besonders Toshiba und Sony Gedanken gemacht und ebenfalls erste Entwicklungen in Las Vegas gezeigt. Während Toshiba mit seinen brillenlosen 3D-Fernsehgeräten schon bald auf den Markt kommen möchte, lässt sich Sony noch Zeit und präsentierte lediglich drei Prototypen für brillenlosen 3D-Genuss. Neben den TV-Sets stellte Sony erstmals auch eine 3D-Video Brille mit zwei OLED Displays vor, die beim Test einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, genau wie der erste Laptop für brillenlosen 3D-Genuss.
Zum perfekten 3D Film muss natürlich auch der Sound passen und den liefert DTS, die in Las Vegas die Premiere ihres beeindruckenden 11.1 Surround Sound Systems feierten.
Traditionell spielt Gaming bei der CES eine zentrale Rolle. In diesem Jahr war der Einfluss aber nicht nur bei der Hardware spürbar sondern ganz im Sinne des Megatrends Game On, sind nun auch andere Bereiche mit dem Spielevirus infiziert. Nicht nur der intelligente Staubsauger wird mit einer Fernsteuerung für Reinigungsspiele ausgestattet, auch der Gesundheitsbereich wird dank eines Kinect-ähnlichen Systems von der University of Southern California zum Spielparadies.
Zu den besten Gaming Devices bei der diesjährigen CES zählen sicherlich die von TrendONE bereits seit über einem Jahr vorgestellten Sifteos, Mattels Gehirnstromspiel Mind Flex, die AR Drone von Parrot (die nun auch im TrendONE Büro fliegt), Razers Switchblade sowie Orbotix, die ein reales Ballspiel für Smartphones entwickelt haben, das Ende 2011 auf den Markt kommen soll.
Zuletzt noch ein Abstecher in den Automobilsektor, der bisher bei der CES eher im HiFi Bereich präsent war. Sowohl Audi, die zum ersten Mal als Aussteller in Las Vegas dabei waren, als auch Hyundai präsentierten neben Hybrid-Fahrzeugen auch erste Ideen zum Thema Connected Car und Augmented Reality im Head-Up Display. Hier darf man gespannt sein, wann die vorgestellten Konzepte Marktreife erlangen und damit eine Revolution des Autofahrens einleiten.
Auch an Kuriositäten mangelte es bei der CES 2011 nicht. Allen voran die überraschende Meldung vom Stand des chinesischen Hardware-Herstellers GoPod, der ein Mock-Up des iPad2 inklusive Ladestation (auch für das iPhone 5) präsentierte. Nur kurze Zeit nach der Meldung besuchten wir die GoPod Booth aber außer eines selbstgeschriebenen Zettels mit der Bitte kein Fotos zu machen und einigen Ausstellungsstücken von anderen Marken, war weit und breit kein iPad2 zu sehen. Auch auf Nachfrage wurden wir lediglich mit der Information versorgt, es gäbe kein iPad2.
Keine Neuigkeiten also von GoPod, was man von der CES 2011 allerdings nicht behaupten kann! Las Vegas im Januar ist Pflicht für jeden Technologie-Freund und genau deswegen freuen auch wir uns schon auf das nächste Jahr, wenn es heißt: Ab zur CES 2012 – Vegas is calling!
Mehr Fotos von der CES finden Sie auf unserem Flickr-Channel unter www.flickr.com/photos/trendone
CES 2011 in Las Vegas – TrendOne ist dabei
Wie jedes Jahr feiert die Technik-Gemeinde ihre Neuheiten und Highlights des neuen Jahres zunächst auf der CES in Las Vegas – und TrendONE feiert in diesem Jahr mit. Norbert Hillinger vom Berliner Büro wird für TrendONE live vor Ort sein, wenn die Consumer Electronics Show vom 06.-09.01. 2011 in die neue Runde geht.
Bereits jetzt ist klar, bei der CES 2011 werden wieder einige Technologie Premieren gefeiert. So wird gemunkelt, dass der Konzern Microsoft neue Tablets vorstellen, aber auch einen ersten Blick auf Windows 8 erlauben wird. Zu den Highlights im Januar zählen aber mit Sicherheit die Themen 3D, besonders im TV-Bereich, innovative Bewegungssteuerungssysteme für Spielekonsolen, Hybrid TV und Weiterentwicklungen im Mobile-Sektor bzw. im Outernet.
So präsentiert beispielsweise LG neue 3D-Brillen, die mit Hilfe einer französischen Designer-Firma nun auch attraktiv gestaltet sein sollen. LG erhofft sich also mit exquisiten Designs und bequemem Tragekomfort nun letzte Bedenken von Verbrauchern auszuräumen. Zu hoffen ist, dass LG darüber hinaus auf die Probleme des 3D-Sehens eingeht und eine Lösung bezüglich des Mankos Flimmern gefunden hat, um Übelkeitssymptome zukünftig zu vermeiden.
Einige Unternehmen kündigten an, Apps beziehungsweise Hardware entwickelt zu haben, die aus Ihrem iPhone oder iPad eine universale Touchscreen-Fernbedienung machen kann. Daneben soll eine Art Roboter namens „Sphero“ auf der CES vorgestellt werden. Die Kugel, welche mit dem Smartphone über Bluetooth gesteuert wird, soll das Spielen in eine neue Generation führen.
Was die CES 2011 noch für Neuerungen bereithält, und ob es noch unerwartete Überraschungen gibt, wird Norbert Hillinger aus erster Hand – nämlich direkt von der CES 2011 aus Las Vegas berichten. Bleiben Sie dran!
Roman Weishäupl im Radio-Interview
Ist die Zukunft der Printindustrie wirklich 3D? Katrin Heise vom Deutschlandradio sprach mit Roman Weishäupl über die Zukunft von 3D in den Printmedien. Er geht in dem Gespräch unter anderem darauf ein, wie wichtig es ist, dem 3D-Leser einen Zusatznutzen mitzugeben. Roman Weishäupl informiert zudem über konkrete Angebote in der Printindustrie, die der Markt bereits heute bereit hält, Stichwort Augmented Print. Er weist auch auf potenzielle Chancen hin, die die Printbranche in den nächsten Jahren ergreifen sollte.
“Also Wahnsinn, was aus der Printindustrie rauskommt.” (Roman Weishäupl)
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