Sifteo Cubes – Das Lernspiel der Zukunft

Im vergangenen Jahr wurden die Sifteo “Cubes” auf der CES in Las Vegas vorgestellt- jetzt endlich sind sie im Handel erhältlich und TrendONE ist begeistert von den smarten, interaktiven Minicomputern.

 

Das amerikanische Unternehmen Sifteo hat mit “Cubes” ein  digitales Endlosspielbrett erschaffen. Die Spielgrundlage besteht aus drei kleinen Quadern mit eingebautem Display, die auf Bewegungen reagieren, sich gegenseitig erkennen und nach der Installation der Software über eine drahtlose USB-Verbindung mit dem heimischen Computer kommunizieren.

Im Online-Shop werden regelmäßig neue Spiele zum freien Download oder Kauf zu Verfügung gestellt. Es gibt bereits zahlreiche Spieloptionen, bei denen auch mehr als drei Cubes zum Einsatz kommen können. Ein besonderes Feature ist, dass eigenständig Spiele erstellt werden können und das Spielvergnügen mit den kleinen Würfeln somit wirklich grenzenlos bleibt.

 
Die Cubes sind innerhalb kürzester Zeit zum festen Bestandteil unserer Keynotes zum Thema “Game On” geworden. Noch ein Beweis mehr, dass das Thema “Spielen” schon längst nicht mehr nur Kinder und Jugendliche betrifft, sondern zum generationsübergreifendem Paradigma geworden ist.

CES 2012 – Tag 4: Phygital Gaming, Roboter und das Ice-Cream-Sandwich

Der Begriff mag etwas merkwürdig klingen, tatsächlich ist Phygital Gaming allerdings eine interessante Sache, die in diesem Jahr bei der CES auch häufiger zu sehen war, zugegebenermaßen eher bei kleineren Ausstellern.

Gemeint sind damit Spiele, die zum Beispiel als App auf Tablets oder anderen Endgeräten gespielt werden und reale Objekte mit einbeziehen.

Erst kürzlich hat Disney seine neue Spielzeugreihe AppMATes vorgestellt, die aus kleinen Plastikautos mit speziellen Sensoren besteht und das iPad als Spielfläche nutzt. Der Spieler fährt dabei über die Oberfläche des Tablets und folgt den Anweisungen des Spiels, um Punkte zu erhalten und Rennen zu gewinnen. Über die Sensoren erkennt das Gerät die Bewegungen und fügt Dialoge entsprechend der genutzten Spielfigur ein. Die Applikationen werden als Gratisdownload erhältlich sein. Ein Doppelpack der Autos, die denen aus dem Disney-Film Cars 2 nachempfunden sind, soll etwa 20 US-Dollar kosten. Mehr Infos zu den AppMATes finden Sie im Trendexplorer.

Bereits länger auf dem Markt ist das Spiel “The Eye of Judgement” für die PlayStation 3. Dabei handelt es sich um ein Spielkarten-Game. Die Spieler erhalten neben einer DVD auch ein Spielbrett, eine Kamera und gewöhnliche Spielkarten mit einem 2D-Code. Nach dem Start des Spiels legen die Gamer die Karten auf das Brett. Die Kamera filmt die Codes und daraus erwachen virtuelle 3D-Figuren, die nicht nur virtuell miteinander interagieren, sondern auch auf die Handbewegungen der Spieler reagieren. Damit ist “The Eye of Judgement” das erste Spielkonsolen-Game, bei dem Augmented Reality zum Einsatz kommt. Mehr Infos zu Eye of Judgement finden Sie im Trendexplorer.

Ein ähnliches Spiel stellte das französische Unternehmen ePawn aus Paris bei der diesjährigen Consumer Electronics Show vor. Ein gewöhnliches, laut Hersteller, kostengünstiges LCD-Display wird mit einem mobilen Endgerät wie iPad oder iPhone verbunden und erkennt über eine selbstentwickelte, RFID-ähnliche Technologie reale Gegenstände, die auf dem Spielbrett positioniert werden und miteinander agieren.

Neben phygitalen Spielen wurde auch das Thema alternative Steuerung von Medien- und Spielanwendungen in diesem Jahr groß geschrieben. Von dem belgischen Unternehmen Softkinetic, dass bereits 2008, also vor Microsofts Kinect eine eigene Lösung für Ganzkörpererfassung vorstellte, über AikenLabs, die mit selbstprogrammierbaren Sensoren arbeiten um Games und andere Anwendungen individuell durch Bewegung zu steuern bis hin zum Eytracking der Firma Tobii und dem Brain Wave TV-Set von Haier und Neurosky war die Reihe der ausgestellten Innovationen groß.

Aber auch das „normale“ Gaming kam nicht zu kurz. Sony stellte mit Vita seine lang erwartete neue mobile Spielkonsole vor, die in Kürze in den USA auf den Markt kommen wird.

Mein Besuch der japanischen Roboter Tech Zone bei der CES 2012 war leider einen Tag zu spät. Gestern stellte nämlich der amerikanische Shooting-Star Justin Bieber den neuen Tosy Entertainment Roboter vor.

So war das (Roboter-)Highlight des heutigen Tages der intelligente Dinosaurier Roboter der Firma Innvo Labs aus Hongkong. Dieses künstlich intelligente Gerät reagiert auf Berührung und muss, ähnlich wie ein Tamagotchi, täglich betreut werden.

Es lernt mit der Zeit und erkennt Gesichter und Objekte auf die es dann entsprechend reagiert. Ein toller Roboter, der auf den ersten Blick lediglich ein Gadget darstellt, dessen Potential jedoch enorm ist.

Ein abschließender Spaziergang durch die großen Hallen der CES 2012  bestätigte einmal mehr: Die großen Themen der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik waren Connectivity, Cloud, OLED und selbstverständlich 4G sowie Google’s vierte Anroid Generation, das Ice-Cream-Sandwich, mit dem Konnektivität über verschiedene Geräte eine neue Dimension erreicht.

Alle Fotos von der CES 2012 finden Sie auf Flickr.

Für Fragen rund um die diesjährige CES stehe ich Ihnen gerne per Mail unter hillinger@trendone.com zur Verfügung.

CES 2012 – Tag 3: OLED, Mobile (Augmented Reality) Apps und die Macht von YouTube

Die internationale CES 2012 in Las Vegas neigt sich langsam dem Ende zu. Am dritten Tag der Convention gab Robert Kyncl, Vice President Global Content Partnerships von YouTube, in seiner Keynote zum Thema „Entertainment Matters“ erstaunliche Zahlen zur globalen Webglotze preis. So rechnet der von Netflix zu YouTube gewechselte Kyncl damit, dass 2020 rund 75% aller neu aufkommenden Kanäle Web-Video-Channels sein werden. Dass YouTube nicht zuletzt durch seine Embedding-Funktion und die dadurch potentiell steigende Verbreitung der Inhalte groß geworden ist, ist kein Geheimnis.


Welche Rolle das Social Network Facebook hier spielt, zeigte Kyncl heute auf. Demnach werden pro Jahr rund 100.000 Jahre (!) YouTube-Videos allein auf Facebook gestreamt. Insgesamt streamt YouTube aktuell drei Mrd. Stunden an Videomaterial pro Monat.

Obwohl Onlinevideo-Konsum auf Smart-TVs noch in seinen Kinderschuhen besteht, gehen in naher Zukunft 90% des gesamten Online-Traffics auf das Konto von Videos. Bis 2015 rechnet YouTube mit 500 Millionen verkauften Smart-TVs wodurch sich auch der Kuchenanteil von Video im gesamten Web-Traffic bis dahin noch einmal erhöhen wird.

Kyncl bestätigte in seiner Keynote die schon am Dienstag genannte Zahl von 700.000 Android Devices, die täglich registriert werden und ergänzte die Tatsache, dass dies mehr Geräte sind, als Babies pro Tag geboren werden. Muss YouTube also bald auf einem neuen Planeten nach neuen Kunden suchen?

Im Anschluss an Kyncls datenreiche Keynote, folgte eine Diskussion mit den Betreibern der erfolgreichsten YouTube-Channels, zu denen unter anderem der Erfinder der TV-Serie CSI Anthony Zuiker zählt.

Die komplette Keynote können Sie sich hier als Video ansehen:

High-Noon am Donnerstag in Vegas. Die CES lud zum Mobile App Showdown ein. Über 100 Entwickler mobiler Applikationen aus aller Welt haben sich dafür online registriert.

Die zehn Besten hatten am Donnerstag die Chance vor dem CES Publikum in jeweils vier Minuten ihre Applikation vorzustellen. Neben Entertainment und Augmented Reality Apps fiel vor allem die erstaunlich hohe Anzahl an Health und Fitness Apps auf. Hier eine kurze Vorstellung einiger Kandidaten, über die wir auch schon als Micro-Trends berichtet haben:

Aurasma: Die Firma Autonomy hat mit “Aurasma” eine Applikation entwickelt, die unter anderem mittels Bilderkennung und Augmented Reality passende Videos zu einzelnen Bildern in Zeitungen oder auf Verpackungen präsentiert. Hierzu wird die Kamera des iPhones mit der Anwendung beispielsweise über ein Foto in einer Tageszeitung gehalten. Per Bilderkennung sucht die Applikation in Videos im Internet nach diesem Bild. Das gefundene Video wird dann automatisch auf dem Display innerhalb des Originalhintergrunds eingespielt. Mehr Infos zu Aurasma finden Sie im Trendexplorer.

Magisto: Der Sieger des Mobile App Showdown bei der CES 2012 ist ein Service des israelischen Unternehmens SightEra Technologies, der seinen Benutzern hilft, Videos automatisiert attraktiver zu gestalten. Die Software hinter dem Online-Dienst macht anhand von Bewegungen, Verhaltensanalysen und Kameraführungen des Videos die wichtigsten Momente aus, poliert diese und schneidet sie eigenständig neu zusammen. Rohmaterial von bis zu 600 Megabyte kann auf diese Weise verarbeitet werden. Viele Dateiformate werden dabei unterstützt, seien es Videos von Smartphones oder Digitalkameras. Nach der Wahl der richtigen Hintergrundmusik ist das perfekte Urlaubsvideo im Handumdrehen fertig. Mehr Infos zu Magisto finden Sie im Trendexplorer.

Mit Macaw entwickelten Qualcomm Labs und die U.S. Preventive Medicine Inc. einen mobilen Dienst, der das Smartphone in einen persönlichen Gesundheitsratgeber verwandelt.

Besitzer eines Autos der Marke Viper können mit der App Viper SmartStart nicht nur ihr Auto mit dem Handy starten und stoppen sondern dieses zudem lokalisieren, auf- und zuschließen und die Heizung an kalten Tagen vorab aktivieren. Die App lässt Autobesitzer ihre Fahrzeug auch per Augmented Reality auf einem großen Parkplatz wiederfinden.

Mein persönlicher Favorit, der allerdings leider nicht beim Showdown mit dabei war, ist „Dance don’t fall“ von Fraunhofer Portugal. Bereits am Dienstag lernte ich zufällig Prof. Dr. Dirk Elias von Fraunhofer AICOS in Porto kennen, und er erzählte mir mehr über die App für Senioren. Das Fraunhofer AICOS aus Portugal hat die Betaversion der App lanciert, die vor allem Menschen über 65 durch einfache Tanzübungen vor dem Hinfallen schützen soll. Algorithmen analysieren dafür die Daten, die während der Übungen über die Bewegungssensoren aufgenommen werden, und berechnen so das Risiko der jeweiligen Nutzer zu stürzen. Die Anwendung gibt außerdem Rückmeldungen zum Fortschritt von Genauigkeit, Timing und Stabilität. Außer über das Smartphone kann sie über Google TV abgespielt werden und erlaubt sogar den Wettkampf unter Freunden. Mehr Infos zu Magisto finden Sie im Trendexplorer.

Mit dem Ende der großen Keynotes und Sessions startete zugleich der eigentliche Convention-Besuch. Zu den großen Themen des heutigen Tages in den Haupthallen der CES 2012 zählen bestimmt die Themen 3D und OLED-Screens.

So stellt LG in diesem Jahr den aktuell weltgrößten OLED-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 55 Zoll vor. Zudem zeigt der Hersteller Geräte, auf denen zwei Personen ein Videospiel in 3D gegeneinander auf nur einem Screen spielen können.

Morgen steht ein detaillierter Streifzug durch die CES in Las Vegas bevor. Stay tuned for more!

Mehr Bilder vom heutigen Tag gibt es wie immer auf Flickr.

 

CES 2012 – Tag 2: Ultraviolet, The Network Society und der Markengipfel

Bereits früh am Morgen lud das Entertainment Magazin Variety am Mittwoch zur Session „What’s cooking? Technologists Eye the Future of Entertainment“ ein. In der Runde, bestehend aus Vertretern der technischen Seite der großen Studios Warner, Dreamworks, Sony und Disney, wurde unter anderem das Thema Ultraviolet umstritten diskutiert.

Ultraviolet ist ein neues Streaming-Format, das auf Cloud-Computing basiert und dem Hollywood großes Potential zuschreibt.

Die Cloud ist aber auch im Bereich Produktion enorm wichtig geworden. Animationsstudios wie Dreamworks sind längst über mehrere Kontinente verteilt und eine nahtlose Verbindung zwischen den Büros wird nur über Cloud Services möglich. Die Experten sehen besonders einen Wandel im User Interface bevorstehen, ganz nach dem Motto: „Software as a service“ müsse hier ein radikales Umdenken bei den Entwicklern einsetzen.

Den Höhepunkt des Tages stellte die Keynote von Hans Vestberg dar. Der CEO des schwedischen High-Tech Konzerns Ericsson stellte bei seiner ersten CES Keynote die „Network Society“ und ihre Auswirkungen auf die Welt wie wir sie kennen vor.

Hans Vestberg, CEO Ericsson

Der Ericsson Chef rechnet mit weltweit fünf Milliarden Breitband Nutzern bis zum Jahr 2015. Schon jetzt ist der Konzern, der unter anderem Bluetooth erfunden hat, an rund 40% des weltweiten Mobilfunkmarkts beteiligt. Nicht zuletzt deswegen wird Vestberg als einer der einflussreichsten Männer im Wireless Business bezeichnet. Der Ericsson CEO rechnet zudem mit 20 Milliarden vernetzten Endgeräten weltweit bis zum Jahr 2020.

Auch Vestberg unterstreicht die Wichtigkeit des Automobilmarkts bei der diesjährigen Consumer Electronics Show. So hat die „Network Society“ auch Einfluss auf die Automotive-Branche. LTE Chips von Ericsson mit 100 Millisekunden Verzögerung stellen nicht nur die Basis für das Thema Connected Cars dar, sondern bieten auch innerhalb des Fahrzeuge wichtige Informationen für den Fahrer quasi in Echtzeit zur Verfügung.

Vestberg präsentierte bei seiner Keynote auch die drei neue Kooperationspartner Maersk Lines, MIT und Refugee United vor. Mit dem Frachterunternehmen Maersk Lines zusammen hat Ericsson das weltgrößte Floating Network aufgebaut.

Mit Refugee United wurde das erste Netzwerk zur für die Rückverfolgung von Flüchtlingen entwickelt, das bereits erfolgreich in Afrika eingesetzt wird.

Prof. Carlo Ratti vom MIT zeigte erste Ergebnisse eines interessanten Projekts, bei dem Ericsson Chips dabei helfen, Müll zu tracken und damit erstmals Daten zu erfassen, wie und wohin sich Abfall bewegt. Selbst 2 Monate nach der Entsorgung durch den Verbraucher ist Müll vereinzelt immer noch in Bewegung.

Das Beste sparte sich Hans Vestberg jedoch für den Schluss seiner Präsentation auf. Connect Me stellt vor, wie sich die „Network Society“ auch direkt auf jeden einzelnen Menschen auswirken könnte. Das System nutzt den menschlichen Körper als Medium zur Übertragung von Daten zwischen unterschiedlichen Endgeräten. Nur durch gleichzeitige Berührung eines Smartphones und eines Laptops können mit Connect Me Fotos, Musik und andere Daten übertragen werden, wie Vestberg eindrucksvoll in einer Live-Demo bewies. So ist die These des mächtigsten Manns bei Ericsson nicht ganz unverständlich wenn er meint: „Wenn wir alle Geräte miteinander verbinden, wird dies die Welt ändern!“

Die komplette Keynote können Sie sich hier als Video ansehen:

Die Welt verändern könnte auch eines der zahlreichen Start-Ups, die in der Eureka Tech Zone im Venetatian Hotel in diesem Jahr zum ersten Mal vorhanden ist.

Unternehmen wie Blippar oder Modular Robotics stellen sich hier zum ersten Mal einem großen Messepublikum vor.

Die Applikation “BlippAR” kann auf Basis von Augmented Reality Werbebotschaften oder Bilder einscannen, über Bilderkennung identifizieren und hinterlegte Zusatzinformationen anzeigen. Eine Printanzeige für einen Uhrenerzeuger wird so zum dreidimensionalen Erlebnis, bei dem der Nutzer die verschiedenen Modelle selbst an seinem Arm anprobiert, sie von allen Seiten begutachtet und gleich online bestellen kann. Zudem kann der Nutzer die Produkte bewerten, was anderen Nutzer der Anwendung dann als Entscheidungshilfe zur Verfügung steht. Mehr Infos zu Blippar finden Sie im Trendexplorer.

Das US-amerikanische Unternehmen Modular Robotics hat unter dem Namen “Cubelets” einen Roboter-Baukasten vorgestellt, der es Benutzern erlaubt, Roboter nach einer Art Lego-Prinzip selber zusammen zu stellen. Der Hersteller bietet insgesamt 15 verschiedene Bausteine an, die über magnetische Kupplungen miteinander verbunden werden. Die einzelnen “Cubelets” haben verschiedene Funktionen, wie beispielsweise Sensoren zur Messung von Entfernungen, Helligkeit und Temperatur. Weitere Module lassen verschiedene Roboter miteinander kommunizieren, sodass auch komplexere Einheiten zu realisieren sind. Mehr Infos zu Modular Robotics finden Sie im Trendexplorer.

Beim Brand Keynote Panel im Las Vegas Hilton Theatre diskutierten am Nachmittag hochrangige Vertreter von AT&T, Facebook, General Electrics, Hyundai, Unilever und Walmart ihre Lieblings-Trends der diesjähigen Show und die Auswirkungen auf ihr Geschäft.

In zwei Punkten waren sich die Top-Executives einige: Connectivity und Cloud-Computing stellen DIE Trends der CES 2012 dar und niemand der anwesenden CMOs möchte im Alltag auf sein Smartphone verzichten. Damit verifizieren die Marketers eine Umfrage in den USA, wonach der durchschnittliche US-Amerikaner in der Zwischenzeit lieber auf seine Zahnbürste verzichtet als auf sein Smartphone.

Die komplette Panel-Diskussion können Sie sich hier als Video ansehen:

Morgen geht es weiter mit News von der Technik-Front, live von der Consumer Electronics Show 2012 in Las Vegas.

Mehr Fotos von Dienstag und Mittwoch finden Sie auf Flickr!

CES 2012 – Tag 1: Automotive, Gaming und das Ecosystem

Das fängt ja gut an. Bereits am Vorabend der Eröffnung der Consumer Electronics Show 2012 in Las Vegas kündigte Microsoft-Chef Steve Ballmer in seiner traditionellen Eröffnungskeynote an, dass der Computerriese aus Redmond in diesem Jahr das letzte Mal an der CES teilnehmen wird.

Neben dieser traurigen Nachricht stellte Ballmer allerdings auch die Weichen für Windows 8 und kündigte einen “Windows Store” für die dazugehörige Softeware sowie eine Erweiterung der Gestensteuerung Kinect für PCs an.

Am Montag, dem eigentlichen Eröffnungstag selbst, begab sich Norbert Hillinger auf eine erste Tour durch die weltgrößte Messe für Consumer Electronics. Neben dem ersten Blick auf die Ausstellungsflächen, wo in diesem Jahr neben 3D und OLED-Screens vor allem Ultrabooks, Tablets, und Sprachsteuerungssysteme hervorstechen, standen am ersten Tag vor allem die Keynotes und Sessions im Vordergrund.

Mit dem Abgang Microsofts von der CES Bühne, gesellt sich der Automobilkonzern Mercedes Benz in diesem Jahr in die Runde der Aussteller und Keynote Speaker. In seiner Rede stellte Daimler Chairman Dr. Dieter Zetsche seine fünf Kapitel der Declaration of Automotive Independence vor.

Demnach dürfen wir gespannt sein auf den “Digital Drivestyle” von Mercedes Benz. Der Autohersteller setzt auf die Cloud, wenn es um die intelligente und effektive Verbindung zwischen Auto und Smartphone geht.

Der digitale Dienst mbrace2 ist bereits im neu vorgestellten SL integriert und wird auch ab sofort in allen neuen Modellen in den USA zur Verfügung stehen. Damit wird der Mercedes nun endlich auch zum Hotspot und damit zu einem Connected Car.

Auch über eine Mobile App, die Daten zum Stand des eigenen Elektro-Autos liefert, sprach Zetsche. IBM Research arbeitet auch bereits zusammen mit dem Züricher Stromversorgungsunternehmen EKZ an einer mobilen Anwendung, die Nutzern Echtzeit-Informationen zu ihrem Elektroauto bietet. Dazu gehören der momentane Füllstand, Standort und aktuelle Strompreise. IBM nutzt ein an der Zurich University of Applied Sciences entwickeltes Gerät für die Datenerfassung, das im Auto installiert werden soll. Die Daten werden in einen Cloud-Service von IBM übertragen und können so auch von Stromanbietern genutzt werden, um weitere Einsicht in den Stromverbrauch zu gewinnen. Mehr zur mobilen App von IBM finden Sie im Trendexplorer.

Ganz im Zeichen des Mottos “Access is the new ownership” stellte Zetsche zudem die beiden Dienste car2go und car2gether vor, die er als “Social Networks on the Road” bezeichnete.

Die Weichen stehen also bereit für die digitale Revolution des Traditionsunternehmens Mercedes Benz.

Die komplette Keynote können Sie sich hier als Video ansehen:

Auch Hollywood steht bei der CES 2012 im Fokus. In der Session “Hollywood and the Digital Consumer: How Technology, Content and Services Establish the Next Level of Consumr Entertainment Experience” diskutierten hochkarätige Teilnehmer unter anderem von Sony, Fox und Lionsgate über die Herausforderung, den Kunden auch im digitalen Zeitalter noch zu erreichen und vor allem Gewinne zu erzielen.

Die Erkenntnis in diesem Panel auf den Punkt gebracht:

1. Mobiler Entertainmentgenuss ist bereits Realität ebenso wie der Second Screen. Egal ob Filmgenuss auf Laptop, Table oder Telefon oder die zusätzliche Nutzung eines oder mehrerer dieser Geräte während des Fernsehens, beides gehört schon zum Alltag.

2. Die Menge an angebotenen Channels zum Beispiel auf YouTube verwirrt den Kunden und führt zu Kanibalisierungseffekt

3. YouTube hat zwar die höhere Reichweite, die längere Verweildauer verzeichnet in den USA aber schon längst die Online-Videothek Netflix.

Gleich im Anschluss an die Hollywood-Session stellte das Onlineportal CNET gemeinsam mit Google Chairman Eric Schmidt das Ecosystem als Next Big Thing vor.

Bestehend aus Hardware, Betriebssystem, Content und Service, gilt es in Zukunft mit dem Ecosystem ein möglichst umfassendes Angebot für den Kunden zu generieren. Googles vierte Version des Betriebssystem Android mit dem Namen Ice-Cream-Sandwich soll hier wichtige Weichen gerade für die schon so lange propagierte nahtlose Unterhaltung stellen. Egal ob Smartphone, Tablet, TV oder Kühlschrank, auf jedem Gerät, das über Android 4.0 verfügt, lässt sich der selbe Content rezipieren und übertragen.

Schmidt gab dazu interessante Zahlen an: Über 700.000 Android Geräte werden tagtäglich aktiviert. In der Weihnachtszeit stieg diese Zahl sogar auf 3,5 Millionen pro Tag. Aktuell sind rund 200 Millionen Android Geräte im Einsatz. Ebenfalls interessant: Jeder Mensch nutzt aktuell im Schnitt 30 Consumer Electronics Geräte zu Hause wobei nur eine kleine Zahl davon miteinander verbunden ist.

Die komplette Session können Sie sich bei CNET als Video ansehen.

Am Ende des Tages stand noch ein kurzer Abstecher in die Session zum Thema Game On an. Hier diskutierten unter anderen Ubisoft und das Start-Up Kiip über aktuelle und zukünftige Entwicklungen im Serious Gaming und die Auswirkungen von Social Networks wie Facebook auf die spielende Zunft.

Mehr Fotos finden Sie in unserem Flickr-Album.

Morgen gibt es mehr von der diesjährigen CES 2012. Stay tuned!

Trend Preview #95 (DE)

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ECHTES FUßBALLSPIEL MIT VIDEOSPIELCONTROLLERN

Um ihr neues Album zu promoten, hat die von Sony Ericsson gesponserte Band Kasabian gemeinsam mit dem Handyhersteller ein Fußballspiel mit echten Spielern organisiert, die jedoch von umprogrammierten Gaming-Smartphones gesteuert wurden. Der Frontmann der Band trat dabei gegen den britischen Nationalspieler Darren Bent an. Die Spieler erhielten ihre Anweisungen über Empfänger, die ihnen sämtliche Kommandos via Kopfhörer übermittelten, welche Spielern auch in gängigen Computerspielen zur Wahl stehen. LED-Stirnbänder um die Köpfe der Spieler signalisierten dabei die gerade ausgewählte Spielfigur.

Land
GROßBRITANNIEN
Initiator
SONY ERICSSON

KLM SUCHT SITZNACHBARN PASSEND ZUM FACEBOOK-PROFIL

Die niederländische Fluggesellschaft KLM packt das Thema Geschäftsreisen aus einer etwas anderen Perspektive an: Unter dem Motto “Social Seating” bringt sie Menschen zusammen, die ähnliche Interessen haben. Die Facebook- und LinkedIn-Profile der Fluggäste, die sich zu diesem Programm angemeldet haben, werden hierzu verglichen und auf Gemeinsamkeiten wie Beruf oder Musikgeschmack überprüft. KLM sucht so die passenden Sitznachbarn für ihre Gäste besonders für Langstreckenflüge sorgfältig aus.

Land
NIEDERLANDE
Initiator
KLM ROYAL DUTCH AIRLINES N.V.

KONZERT VON MARIAH CAREY ALS 3D-HOLOGRAMM

Die Deutsche Telekom hat mit der Sängerin Mariah Carey ein Konzert in fünf verschiedenen Städten rund um den Globus zur gleichen Zeit veranstaltet. Carey trat dabei in überdimensionaler Geschenkbox auf, die auf öffentlichen Plätzen platziert war. Die begeisterte Menge wurde dann damit überrascht, dass es sich bei der Weihnachtslieder präsentierenden Sängerin lediglich um ein 3D-Hologramm handelte – das Ganze war jedoch so realistisch, dass das erst nach dem Verschwinden der vermeintlichen Mariah Carey ersichtlich wurde.

Land
DEUTSCHLAND
Initiator
DEUTSCHE TELEKOM AG

SCHMUCKLABEL WIRBT MIT INTERAKTIVER PRINT-ANZEIGE

Der französische Schmuckhersteller Murat Paris bewirbt seine neue Kollektion mit einer interaktiven Print-Anzeige, die Zeitschriftenleser über ihr iPhone zum Online-Auftritt mit den neuen Schmuckstücken führt. Diese zeigt ein Model mit Armband der Marke am Handgelenk, Nutzer werden über eine Rahmen dazu angewiesen, das Smartphone über das Handgelenk zu legen, wodurch sie automatisch denselben Ausschnitt auf dem Display sehen. Alle Teile der Kollektion können dann direkt in der App an dem Modell anprobiert und die nächstgelegene Filiale per Google Maps angezeigt werden.

Land
FRANKREICH
Initiator
MARCEL ROBBEZ-MASSON

AUTOSÄNGER UND LIPPENLESER

Renault hat in Zusammenarbeit mit der Amsterdamer Werbeagentur BOONDOGGLE die Onlinekampagne „The Silent Song Contest“ produziert, bei der die Zuschauer zu Lippenlesern wurden. Jeder kennt das Phänomen, dass viele Fahrer hinterm Steuer lauthals mitsingen. Die kreativen Köpfe der Agentur kreierten 60 Videos von eben solchen Fahrern und platzierten sie auf Webbannern. Jeder Klick führte zur Facebook-Seite des Song Contests, auf der die Nutzer erraten mussten, welcher Song in dem geräuschlosen Clip gesungen wurde. Der Spieler mit den meisten erratenen Songs gewann einen Renault Clio.

Land
NIEDERLANDE
Initiator
BOONDOGGLE

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Neue Podcast-Folge: Dr. Tilman Buchner über die mobile Autoscout24 App mit Visual Search

Wer auf der Suche nach einem neuen Auto ist, muss längst nicht mehr in Autohäuser gehen oder Anzeigeblätter durchforsten. Mit Onlineportalen, wie Autoscout24, ist der Fahrzeugkauf vom Wohnzimmer aus zur Gewohnheit geworden. Seit neustem ist der Online-Automobilhandel sogar auch von der Straße aus möglich.

In der aktuellen Version ihrer Android-App hat AutoScout24 die Bilderkennungs-Anwendung “Visual Search” implementiert, die Autos anhand optischer Merkmale erkennt und passende Angebote aufruft. Eine Umkreissuche ermöglicht das Auffinden des nächstgelegenen Inserats, dessen Anbieter über einen Anruf-Button direkt kontaktiert werden kann.


Dr. Tilman Buchner
stellt in der aktuellen Ausgabe unseres TrendONE Trend Podcasts die neue Autoscout24 App vor und berichtet, wie es zu dieser innovativen Entwicklung kam.

 

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