TrendONE ist “Ausgewählter Ort 2012″

365 Orte werden jedes Jahr von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ in Kooperation mit der Deutschen Bank ausgezeichnet. Die „Ausgewählten Orte“ stehen für den Ideenreichtum, die Kreativität und die Innovationsstärke des Landes.

TrendONE freut sich, 2012 dabei zu sein! Aufgrund unseres einmaligen Micro-Trendforschungsprozesses wurden wir zum „Ausgewählten Ort 2012“ gekürt.

Am 3. Mai wurde unser Geschäftskonzept im Hamburger-Office offiziell ausgezeichnet. Geschäftsfreunde und Bekannte hatten an diesem Tag die Möglichkeit, hinter unsere Kulissen zu schauen. Wir boten unter anderem Einblicke in das vielfältige Produktportfolio von TrendONE und unser weltweites Scoutingnetzwerk; es gab Micro-Trends zum Anfassen und interessante Gespräche auf unterschiedlichen Trend-Ebenen, wohin man schaute.

Unser Fazit: Ein rundum gelungener Tag, der uns große Freude bereitet hat! Vielen Dank Allen, die uns seit Jahren treu bleiben, die uns immer wieder vor interessante Herausforderungen stellen und mit uns optimistisch in die Zukunft blicken! Let´s future!

Trend-Workshop zum Thema “Outernet” am 12. April 2012 in Wien

Am 12. April 2012 lädt TrendONE gemeinsam mit dem österreichischen Wirtschaftsmagazin trend zum trend-Workshop in die Räumlichkeiten der Verlagsgruppe NEWS in Wien ein.

Die Teilnehmer werden gemeinsam Ideen und Konzepte für neue Geschäftsmodelle und Marketingmaßnahmen entwickeln. Im Fokus wird das Thema “Outernet – die nächste Internetgeneration” stehen.

Das Internet explodiert in die reale Welt! Es verlässt den herkömmlichen PC und dringt über mobile Endgeräte immer nahtloser in unseren realen Alltag ein. Die Möglichkeiten, die wir aus dem Internet kennen – Verlinkung, Suchfunktion, Personalisierung und Interaktion – übertragen sich auf physische Objekte. Das Internet legt sich wie eine zusätzliche Schicht über unsere Umwelt und wird dadurch zum Outernet.

Welche Auswirkungen dieses Phänomen auf unser Leben, aber auch unsere Arbeitswelt hat und welche Möglichkeiten sich daraus für uns schon heute ergeben, wird anhand von ausgewählten Micro-Trends gezeigt. Im Anschluss an die interaktive und multimedial Präsentation werden alle Teilnehmer für das Radical Game in Gruppen eingeteilt und entwickeln durch das Kombinieren der vorgestellten Trends neue Konzepte. Im Elevator Pitch werden diese präsentiert und abschließend von allen Teilnehmern bewertet.

Der Workshop wird somit zum idealen Impulsgeber für Ihre neuen Businessstrategien!

Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der trend-Magazin-Homepage.

TrendONE präsentiert gemeinsam mit MLOVE den „MLOVE Mobile Trendreport“

Durch den Einzug von Smartphones in unseren Alltag sind Anwendungen und Apps, die Augmented Reality, Mobile Couponing und Services nutzen, sowie mobile Marketingmaßnahmen einsetzen, keine Seltenheit mehr. Doch wie können Sie diese  Entwicklungen  für Ihre Zwecke nutzen?

 

                                                                   http://go.trendone.com/B3NNW

Der Mobile World Congress in Barcelona ist der Branchentreff für alle Mobile Experten, Innovationstreiber und Interessenten an den neuesten Entwicklungen der mobile Industrie.

Pünktlich zur wichtigsten Mobilfunkmesse der Welt präsentiert TrendONE zusammen mit MLOVE auf einem exklusiven Empfang am 1. März 2012 zum ersten Mal den „MLOVE Mobile Trendreport“ – ein neues Format, um Ihnen die heißesten Mobile-Trends der Branche kompakt und praxisrelevant aufbereitet vorzustellen.

Der Mobile Trendreport zeigt monatlich die 35 relevantesten Micro-Trends aus der Mobilfunkbranche. In 7 Kategorien, Best Practice, Advertising, Commerce, Media, Lifestyle, Services und Technology, werden neuste technologische Entwicklungen, Geschäftsmodelle und Produktinnovationen in einem interaktiven PDF-Format vorgestellt und erklärt.

Der Mobile Trendreport gibt Ihnen somit einen Überblick über die vielversprechendsten Innovationen aus dem Mobile-Bereich und ist die perfekte Inspirationsquelle für alle, die sich für Trends und Innovationen im Mobile-Bereich interessieren.

Bestellen Sie den MLOVE Mobile Trendreport einfach und bequem über PayPal. Er wird Ihnen nach Zahlungseingang per Email zugesendet. Der Report ist in Deutsch, Englisch und auf Anfrage auch in anderen Sprachen verfügbar.

Neugierig geworden? Werfen Sie hier vorab einen Blick in die Mobile Trendreport Preview.

Weitere Informationen zum MLOVE Mobile Trendreport erhalten Sie bei Peter von Aspern.

Come On, Game On

Wie viel Zeit verbringen Sie in der Woche durchschnittlich mit spielen?
Ob Sudoku, Casual Games wie Angry Birds oder Computerspiele: Wir alle sind Gamer. Das Spielen hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Anwendungen und Apps wie Foursquare haben es geschafft, durch das Integrieren von Spielemechanismen in nicht spielbezogene Handlungen, das Nutzerverhalten der Menschen zu verändern. Spielen attraktiviert samtliche Handlungen und motiviert dabei zusätzlich.

Aus diesem Grund hat sich TrendONE zusammen mit Uke Bosse mit dem Phänomen “Game On – Der Alltag wird zum Spiel” in seinem neusten White Paper genauer auseinandergesetzt. Welche Anzeichen sind schon heute bemerkbar, die uns den Einzug des Spielens in unser Leben aufzeigen und welche Auswirkungen werden diese Entwicklungen auf unsere Geschäftsabläufe und das öffentliche Leben haben? Das White Paper beweist deutlich, wie stark die Leitkultur des Spielens Einzug in alle Bereiche unseres Alltags gefunden hat.

White Paper Game On – Der Alltag wird zum Spiel

Die Veröffentlichung des White Papers haben wir zum Anlass genommen am 15. Februar 2012 selbst eigene Ideen und Konzepte mit Hilfe unseres Radical Game Workshops zusammen mit Freunden von TrendONE zu entwickeln.

Nach einer Präsentation verschiedener Micro-Trends aus dem Bereich Gamification wurden alle Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt. Ziel des Radical Games: durch das Kombinieren verschiedener Trends entsteht ein neues Konzept. Im Elevator Pitch wurden diese vorgestellt  und anschließend von allen Teilnehmern bewertet.

Die innovativste und vielversprechendste Idee “Hamburg für Hamburger” hatte Lucie Stock von m!ndwyse. Durch eine mobile App sollen freiwillige Helfer durch Push Up Nachrichten auf störende Merkmale in der Stadt hingewiesen werden und können diese entfernen. Umso schneller das Problem beseitigt wird, desto mehr Punkte und Belohnungen erhalten die Helfer.

Wir danken allen Teilnehmern für ihre kreativen Beiträge!

Haben Sie Fragen zum Radical Game Workshop? Franziska Palmberger lässt Ihnen gern unverbindlich Informationen zukommen.

CES 2012 – Tag 4: Phygital Gaming, Roboter und das Ice-Cream-Sandwich

Der Begriff mag etwas merkwürdig klingen, tatsächlich ist Phygital Gaming allerdings eine interessante Sache, die in diesem Jahr bei der CES auch häufiger zu sehen war, zugegebenermaßen eher bei kleineren Ausstellern.

Gemeint sind damit Spiele, die zum Beispiel als App auf Tablets oder anderen Endgeräten gespielt werden und reale Objekte mit einbeziehen.

Erst kürzlich hat Disney seine neue Spielzeugreihe AppMATes vorgestellt, die aus kleinen Plastikautos mit speziellen Sensoren besteht und das iPad als Spielfläche nutzt. Der Spieler fährt dabei über die Oberfläche des Tablets und folgt den Anweisungen des Spiels, um Punkte zu erhalten und Rennen zu gewinnen. Über die Sensoren erkennt das Gerät die Bewegungen und fügt Dialoge entsprechend der genutzten Spielfigur ein. Die Applikationen werden als Gratisdownload erhältlich sein. Ein Doppelpack der Autos, die denen aus dem Disney-Film Cars 2 nachempfunden sind, soll etwa 20 US-Dollar kosten. Mehr Infos zu den AppMATes finden Sie im Trendexplorer.

Bereits länger auf dem Markt ist das Spiel “The Eye of Judgement” für die PlayStation 3. Dabei handelt es sich um ein Spielkarten-Game. Die Spieler erhalten neben einer DVD auch ein Spielbrett, eine Kamera und gewöhnliche Spielkarten mit einem 2D-Code. Nach dem Start des Spiels legen die Gamer die Karten auf das Brett. Die Kamera filmt die Codes und daraus erwachen virtuelle 3D-Figuren, die nicht nur virtuell miteinander interagieren, sondern auch auf die Handbewegungen der Spieler reagieren. Damit ist “The Eye of Judgement” das erste Spielkonsolen-Game, bei dem Augmented Reality zum Einsatz kommt. Mehr Infos zu Eye of Judgement finden Sie im Trendexplorer.

Ein ähnliches Spiel stellte das französische Unternehmen ePawn aus Paris bei der diesjährigen Consumer Electronics Show vor. Ein gewöhnliches, laut Hersteller, kostengünstiges LCD-Display wird mit einem mobilen Endgerät wie iPad oder iPhone verbunden und erkennt über eine selbstentwickelte, RFID-ähnliche Technologie reale Gegenstände, die auf dem Spielbrett positioniert werden und miteinander agieren.

Neben phygitalen Spielen wurde auch das Thema alternative Steuerung von Medien- und Spielanwendungen in diesem Jahr groß geschrieben. Von dem belgischen Unternehmen Softkinetic, dass bereits 2008, also vor Microsofts Kinect eine eigene Lösung für Ganzkörpererfassung vorstellte, über AikenLabs, die mit selbstprogrammierbaren Sensoren arbeiten um Games und andere Anwendungen individuell durch Bewegung zu steuern bis hin zum Eytracking der Firma Tobii und dem Brain Wave TV-Set von Haier und Neurosky war die Reihe der ausgestellten Innovationen groß.

Aber auch das „normale“ Gaming kam nicht zu kurz. Sony stellte mit Vita seine lang erwartete neue mobile Spielkonsole vor, die in Kürze in den USA auf den Markt kommen wird.

Mein Besuch der japanischen Roboter Tech Zone bei der CES 2012 war leider einen Tag zu spät. Gestern stellte nämlich der amerikanische Shooting-Star Justin Bieber den neuen Tosy Entertainment Roboter vor.

So war das (Roboter-)Highlight des heutigen Tages der intelligente Dinosaurier Roboter der Firma Innvo Labs aus Hongkong. Dieses künstlich intelligente Gerät reagiert auf Berührung und muss, ähnlich wie ein Tamagotchi, täglich betreut werden.

Es lernt mit der Zeit und erkennt Gesichter und Objekte auf die es dann entsprechend reagiert. Ein toller Roboter, der auf den ersten Blick lediglich ein Gadget darstellt, dessen Potential jedoch enorm ist.

Ein abschließender Spaziergang durch die großen Hallen der CES 2012  bestätigte einmal mehr: Die großen Themen der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik waren Connectivity, Cloud, OLED und selbstverständlich 4G sowie Google’s vierte Anroid Generation, das Ice-Cream-Sandwich, mit dem Konnektivität über verschiedene Geräte eine neue Dimension erreicht.

Alle Fotos von der CES 2012 finden Sie auf Flickr.

Für Fragen rund um die diesjährige CES stehe ich Ihnen gerne per Mail unter hillinger@trendone.com zur Verfügung.

CES 2012 – Tag 3: OLED, Mobile (Augmented Reality) Apps und die Macht von YouTube

Die internationale CES 2012 in Las Vegas neigt sich langsam dem Ende zu. Am dritten Tag der Convention gab Robert Kyncl, Vice President Global Content Partnerships von YouTube, in seiner Keynote zum Thema „Entertainment Matters“ erstaunliche Zahlen zur globalen Webglotze preis. So rechnet der von Netflix zu YouTube gewechselte Kyncl damit, dass 2020 rund 75% aller neu aufkommenden Kanäle Web-Video-Channels sein werden. Dass YouTube nicht zuletzt durch seine Embedding-Funktion und die dadurch potentiell steigende Verbreitung der Inhalte groß geworden ist, ist kein Geheimnis.


Welche Rolle das Social Network Facebook hier spielt, zeigte Kyncl heute auf. Demnach werden pro Jahr rund 100.000 Jahre (!) YouTube-Videos allein auf Facebook gestreamt. Insgesamt streamt YouTube aktuell drei Mrd. Stunden an Videomaterial pro Monat.

Obwohl Onlinevideo-Konsum auf Smart-TVs noch in seinen Kinderschuhen besteht, gehen in naher Zukunft 90% des gesamten Online-Traffics auf das Konto von Videos. Bis 2015 rechnet YouTube mit 500 Millionen verkauften Smart-TVs wodurch sich auch der Kuchenanteil von Video im gesamten Web-Traffic bis dahin noch einmal erhöhen wird.

Kyncl bestätigte in seiner Keynote die schon am Dienstag genannte Zahl von 700.000 Android Devices, die täglich registriert werden und ergänzte die Tatsache, dass dies mehr Geräte sind, als Babies pro Tag geboren werden. Muss YouTube also bald auf einem neuen Planeten nach neuen Kunden suchen?

Im Anschluss an Kyncls datenreiche Keynote, folgte eine Diskussion mit den Betreibern der erfolgreichsten YouTube-Channels, zu denen unter anderem der Erfinder der TV-Serie CSI Anthony Zuiker zählt.

Die komplette Keynote können Sie sich hier als Video ansehen:

High-Noon am Donnerstag in Vegas. Die CES lud zum Mobile App Showdown ein. Über 100 Entwickler mobiler Applikationen aus aller Welt haben sich dafür online registriert.

Die zehn Besten hatten am Donnerstag die Chance vor dem CES Publikum in jeweils vier Minuten ihre Applikation vorzustellen. Neben Entertainment und Augmented Reality Apps fiel vor allem die erstaunlich hohe Anzahl an Health und Fitness Apps auf. Hier eine kurze Vorstellung einiger Kandidaten, über die wir auch schon als Micro-Trends berichtet haben:

Aurasma: Die Firma Autonomy hat mit “Aurasma” eine Applikation entwickelt, die unter anderem mittels Bilderkennung und Augmented Reality passende Videos zu einzelnen Bildern in Zeitungen oder auf Verpackungen präsentiert. Hierzu wird die Kamera des iPhones mit der Anwendung beispielsweise über ein Foto in einer Tageszeitung gehalten. Per Bilderkennung sucht die Applikation in Videos im Internet nach diesem Bild. Das gefundene Video wird dann automatisch auf dem Display innerhalb des Originalhintergrunds eingespielt. Mehr Infos zu Aurasma finden Sie im Trendexplorer.

Magisto: Der Sieger des Mobile App Showdown bei der CES 2012 ist ein Service des israelischen Unternehmens SightEra Technologies, der seinen Benutzern hilft, Videos automatisiert attraktiver zu gestalten. Die Software hinter dem Online-Dienst macht anhand von Bewegungen, Verhaltensanalysen und Kameraführungen des Videos die wichtigsten Momente aus, poliert diese und schneidet sie eigenständig neu zusammen. Rohmaterial von bis zu 600 Megabyte kann auf diese Weise verarbeitet werden. Viele Dateiformate werden dabei unterstützt, seien es Videos von Smartphones oder Digitalkameras. Nach der Wahl der richtigen Hintergrundmusik ist das perfekte Urlaubsvideo im Handumdrehen fertig. Mehr Infos zu Magisto finden Sie im Trendexplorer.

Mit Macaw entwickelten Qualcomm Labs und die U.S. Preventive Medicine Inc. einen mobilen Dienst, der das Smartphone in einen persönlichen Gesundheitsratgeber verwandelt.

Besitzer eines Autos der Marke Viper können mit der App Viper SmartStart nicht nur ihr Auto mit dem Handy starten und stoppen sondern dieses zudem lokalisieren, auf- und zuschließen und die Heizung an kalten Tagen vorab aktivieren. Die App lässt Autobesitzer ihre Fahrzeug auch per Augmented Reality auf einem großen Parkplatz wiederfinden.

Mein persönlicher Favorit, der allerdings leider nicht beim Showdown mit dabei war, ist „Dance don’t fall“ von Fraunhofer Portugal. Bereits am Dienstag lernte ich zufällig Prof. Dr. Dirk Elias von Fraunhofer AICOS in Porto kennen, und er erzählte mir mehr über die App für Senioren. Das Fraunhofer AICOS aus Portugal hat die Betaversion der App lanciert, die vor allem Menschen über 65 durch einfache Tanzübungen vor dem Hinfallen schützen soll. Algorithmen analysieren dafür die Daten, die während der Übungen über die Bewegungssensoren aufgenommen werden, und berechnen so das Risiko der jeweiligen Nutzer zu stürzen. Die Anwendung gibt außerdem Rückmeldungen zum Fortschritt von Genauigkeit, Timing und Stabilität. Außer über das Smartphone kann sie über Google TV abgespielt werden und erlaubt sogar den Wettkampf unter Freunden. Mehr Infos zu Magisto finden Sie im Trendexplorer.

Mit dem Ende der großen Keynotes und Sessions startete zugleich der eigentliche Convention-Besuch. Zu den großen Themen des heutigen Tages in den Haupthallen der CES 2012 zählen bestimmt die Themen 3D und OLED-Screens.

So stellt LG in diesem Jahr den aktuell weltgrößten OLED-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 55 Zoll vor. Zudem zeigt der Hersteller Geräte, auf denen zwei Personen ein Videospiel in 3D gegeneinander auf nur einem Screen spielen können.

Morgen steht ein detaillierter Streifzug durch die CES in Las Vegas bevor. Stay tuned for more!

Mehr Bilder vom heutigen Tag gibt es wie immer auf Flickr.

 

CES 2012 – Tag 2: Ultraviolet, The Network Society und der Markengipfel

Bereits früh am Morgen lud das Entertainment Magazin Variety am Mittwoch zur Session „What’s cooking? Technologists Eye the Future of Entertainment“ ein. In der Runde, bestehend aus Vertretern der technischen Seite der großen Studios Warner, Dreamworks, Sony und Disney, wurde unter anderem das Thema Ultraviolet umstritten diskutiert.

Ultraviolet ist ein neues Streaming-Format, das auf Cloud-Computing basiert und dem Hollywood großes Potential zuschreibt.

Die Cloud ist aber auch im Bereich Produktion enorm wichtig geworden. Animationsstudios wie Dreamworks sind längst über mehrere Kontinente verteilt und eine nahtlose Verbindung zwischen den Büros wird nur über Cloud Services möglich. Die Experten sehen besonders einen Wandel im User Interface bevorstehen, ganz nach dem Motto: „Software as a service“ müsse hier ein radikales Umdenken bei den Entwicklern einsetzen.

Den Höhepunkt des Tages stellte die Keynote von Hans Vestberg dar. Der CEO des schwedischen High-Tech Konzerns Ericsson stellte bei seiner ersten CES Keynote die „Network Society“ und ihre Auswirkungen auf die Welt wie wir sie kennen vor.

Hans Vestberg, CEO Ericsson

Der Ericsson Chef rechnet mit weltweit fünf Milliarden Breitband Nutzern bis zum Jahr 2015. Schon jetzt ist der Konzern, der unter anderem Bluetooth erfunden hat, an rund 40% des weltweiten Mobilfunkmarkts beteiligt. Nicht zuletzt deswegen wird Vestberg als einer der einflussreichsten Männer im Wireless Business bezeichnet. Der Ericsson CEO rechnet zudem mit 20 Milliarden vernetzten Endgeräten weltweit bis zum Jahr 2020.

Auch Vestberg unterstreicht die Wichtigkeit des Automobilmarkts bei der diesjährigen Consumer Electronics Show. So hat die „Network Society“ auch Einfluss auf die Automotive-Branche. LTE Chips von Ericsson mit 100 Millisekunden Verzögerung stellen nicht nur die Basis für das Thema Connected Cars dar, sondern bieten auch innerhalb des Fahrzeuge wichtige Informationen für den Fahrer quasi in Echtzeit zur Verfügung.

Vestberg präsentierte bei seiner Keynote auch die drei neue Kooperationspartner Maersk Lines, MIT und Refugee United vor. Mit dem Frachterunternehmen Maersk Lines zusammen hat Ericsson das weltgrößte Floating Network aufgebaut.

Mit Refugee United wurde das erste Netzwerk zur für die Rückverfolgung von Flüchtlingen entwickelt, das bereits erfolgreich in Afrika eingesetzt wird.

Prof. Carlo Ratti vom MIT zeigte erste Ergebnisse eines interessanten Projekts, bei dem Ericsson Chips dabei helfen, Müll zu tracken und damit erstmals Daten zu erfassen, wie und wohin sich Abfall bewegt. Selbst 2 Monate nach der Entsorgung durch den Verbraucher ist Müll vereinzelt immer noch in Bewegung.

Das Beste sparte sich Hans Vestberg jedoch für den Schluss seiner Präsentation auf. Connect Me stellt vor, wie sich die „Network Society“ auch direkt auf jeden einzelnen Menschen auswirken könnte. Das System nutzt den menschlichen Körper als Medium zur Übertragung von Daten zwischen unterschiedlichen Endgeräten. Nur durch gleichzeitige Berührung eines Smartphones und eines Laptops können mit Connect Me Fotos, Musik und andere Daten übertragen werden, wie Vestberg eindrucksvoll in einer Live-Demo bewies. So ist die These des mächtigsten Manns bei Ericsson nicht ganz unverständlich wenn er meint: „Wenn wir alle Geräte miteinander verbinden, wird dies die Welt ändern!“

Die komplette Keynote können Sie sich hier als Video ansehen:

Die Welt verändern könnte auch eines der zahlreichen Start-Ups, die in der Eureka Tech Zone im Venetatian Hotel in diesem Jahr zum ersten Mal vorhanden ist.

Unternehmen wie Blippar oder Modular Robotics stellen sich hier zum ersten Mal einem großen Messepublikum vor.

Die Applikation “BlippAR” kann auf Basis von Augmented Reality Werbebotschaften oder Bilder einscannen, über Bilderkennung identifizieren und hinterlegte Zusatzinformationen anzeigen. Eine Printanzeige für einen Uhrenerzeuger wird so zum dreidimensionalen Erlebnis, bei dem der Nutzer die verschiedenen Modelle selbst an seinem Arm anprobiert, sie von allen Seiten begutachtet und gleich online bestellen kann. Zudem kann der Nutzer die Produkte bewerten, was anderen Nutzer der Anwendung dann als Entscheidungshilfe zur Verfügung steht. Mehr Infos zu Blippar finden Sie im Trendexplorer.

Das US-amerikanische Unternehmen Modular Robotics hat unter dem Namen “Cubelets” einen Roboter-Baukasten vorgestellt, der es Benutzern erlaubt, Roboter nach einer Art Lego-Prinzip selber zusammen zu stellen. Der Hersteller bietet insgesamt 15 verschiedene Bausteine an, die über magnetische Kupplungen miteinander verbunden werden. Die einzelnen “Cubelets” haben verschiedene Funktionen, wie beispielsweise Sensoren zur Messung von Entfernungen, Helligkeit und Temperatur. Weitere Module lassen verschiedene Roboter miteinander kommunizieren, sodass auch komplexere Einheiten zu realisieren sind. Mehr Infos zu Modular Robotics finden Sie im Trendexplorer.

Beim Brand Keynote Panel im Las Vegas Hilton Theatre diskutierten am Nachmittag hochrangige Vertreter von AT&T, Facebook, General Electrics, Hyundai, Unilever und Walmart ihre Lieblings-Trends der diesjähigen Show und die Auswirkungen auf ihr Geschäft.

In zwei Punkten waren sich die Top-Executives einige: Connectivity und Cloud-Computing stellen DIE Trends der CES 2012 dar und niemand der anwesenden CMOs möchte im Alltag auf sein Smartphone verzichten. Damit verifizieren die Marketers eine Umfrage in den USA, wonach der durchschnittliche US-Amerikaner in der Zwischenzeit lieber auf seine Zahnbürste verzichtet als auf sein Smartphone.

Die komplette Panel-Diskussion können Sie sich hier als Video ansehen:

Morgen geht es weiter mit News von der Technik-Front, live von der Consumer Electronics Show 2012 in Las Vegas.

Mehr Fotos von Dienstag und Mittwoch finden Sie auf Flickr!

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