Technische Innovationen gegen Fake News

 

Das Problem: In sozialen Netzwerken wie Facebook machen sich neben Urlaubsbildern und seriösen Nachrichten seit einiger Zeit auch Artikel oder Themen breit, die durch Verdrehen von Tatsachen oder schlichtweg durch Lügen gezielt Stimmung machen und auf öffentliche Meinungen Einfluss nehmen wollen. Oft ist es schwierig, die so genannten Fake-News-Seiten von etablierten und vertrauenswürdigen Quellen zu unterscheiden, denn z.B. „Denver Mirror“ klingt glaubwürdig, existiert aber nicht. Warum glauben und teilen so viele Menschen diese Fake News oder Verschwörungstheorien?

Eine Antwort ist: Weil sie schon länger der Politik und den Medien misstrauen, weil sie schon länger die offiziellen Versionen der Wahrheit nicht als ihre eigene Wahrheit empfinden. Das Wort „postfaktisch“ beschreibt diese Veränderung im Prozess der öffentlichen Meinungsbildung als Abwendung von Objektivität und Rationalität, hin zu einer rein emotionalen Verarbeitung und Bewertung von Neuem. Die erschreckende Entwicklung ist nicht so sehr, dass Menschen das Vertrauen in Qualitätsmedien verlieren, sondern dass sie dann – gefühlt betrogen und belogen – leichte Beute für die einfachen Erklärungen und Fake News von Populisten und Hetzern werden, die dieses Misstrauen weiter schüren und Öl ins Feuer gießen.

Nun zur Lösung: Ob die US-Präsidentschaftswahl tatsächlich in großem Maße durch Desinformation von Fake-News-Seiten beeinflusst oder gar entschieden wurde, ist umstritten. Dennoch: Vermutlich wegen des Siegs Trumps, sehen wir seit Herbst 2016 zahlreiche technische Innovationen, die gegen die Verbreitung von Fake News im Internet antreten. Diese wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:

 

 

PS: Wir legen Ihnen noch diese Episode des NPR-Podcasts „Planet Money“ ans Herz. Die Reporter machen einen Betreiber von zahlreichen Fake-News-Seiten ausfindig und stellen fest: Er wollte damit den Populisten eigentlich eins auswischen.