Unsere Trends 2016 – Watchlist

Wir richten unseren Blick auf das neue Jahr und auf die Themen, die uns beschäftigen werden. Nachstehend lesen Sie unsere sieben Trends für 2016 – manche davon sind neu, manche davon bereits bekannter, aber hoch relevant.

Trends 2016 Grafik_700px

IoT Marketing

Die Vernetzung unserer technischen Geräte zum Internet of Things führt auch dazu, dass sich die Spielräume für Marketing und Werbung erweitern. Treiber dieser Entwicklung sind einerseits phygitale Shopping-Shortcuts, die Nachbestellungen mit einem Knopfdruck erledigen, aber auch Assistenzgeräte und -programme, die mittels künstlicher Intelligenz und Sprachsteuerung ein neuer Touchpoint für B2C-Kommunikation werden.

Virtual Reality Lifestyle

Nach einigen Jahren des Beta-Testings geben 2016 viele der lang angekündigten Virtual-Reality-Brillen ihr Marktdebüt. Es wird sich nun zeigen, ob diese neue Technologie den Einzug in die Wohnzimmer schaffen wird. Kritische Punkte sind die Funktionalität und Usability der VR-Hardware und der Steuerungsanwendungen und vor allem der Ausbau des Contentangebots. Medien werden bisherige Formate aufbrechen und 360-Grad-Inhalte anbieten. Neben der klassischen Unterhaltung wird VR auch attraktiv für E-Learning, E-Commerce und Remote Working.

Video Live Streaming

Für Inhalte ist 2016 neben neuen 360-Grad-Videos das große Stichwort: LIVE. Video Live Streaming ist Echtzeitstreaming von der Umgebung oder sich selbst. Es ergeben sich zahlreiche Anwendungsfelder: vom klassischen Personal Live Streaming über Promotion hin zum Journalismus. Die vielen Markteintritte von Apps wie Periscope, Yahoo Livetext oder Facebook Mentions, aber auch der stetige Besucheranstieg von Plattformen wie Twitch und YouNow versprechen eine spannende Dynamik für 2016.

Blockchain

Die Blockchain ist die Architektur hinter der Kryptowährung Bitcoin. Daten werden dabei entlang einer endlosen Kette gespeichert. Kommen neue Daten hinzu, wird die Kette um einen neuen Block erweitert und über das Netzwerk verifiziert. Durch diesen dezentralen Aufbau ist die Blockchain besonders manipulationssicher, da keine zentrale Instanz mehr, sondern eine Vielzahl von dezentralen Blöcken manipuliert werden müsste. Das Vertrauen ist somit integraler Vorteil der Technologie und macht öffentliche Prüfinstitutionen und Intermediäre, die die Echtheit bestätigen zukünftig überflüssig. Die Blockchain bietet intelligente Verträge, manipulationssichere E-Voting-Systeme oder Onlinespeicher mit integrierter Privatsphäre. Darüber hinaus entstehen vielfältige Anwendungsfelder für Banken, Versicherer, Händler und den öffentlichen Sektor.

Continuity Services

Jahrzehnte nachdem die Dienstleistungsgesellschaft ausgerufen wurde und wenige Jahre nach dem Aufkommen von Plattform Services wie Uber oder Airbnb, treten Services in Erscheinung, die Schwachstellen und Lücken anderer Services besetzen oder für reibungslose Übergänge zwischen den Dienstleistungen sorgen. Diese “Services für Services” werden vor allem im Handel, für die Logistik aber auch für Reiseangebote interessant und erhöhen dort die Convenience für Kunden.

Short Distance Mobility

Das eigene Auto ist in der Stadt eigentlich nicht mehr notwendig – das Smartphone zeigt innerhalb von Sekunden den schnellsten Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch der Erfolg von Carsharing und Anwendungen wie Uber hat deutlich gemacht, dass es vor allem im urbanen Kurzstreckenbereich einen großen Bedarf gibt. Aktuelle Micro-Trends zeigen flexible Modelle im öffentlichen Nahverkehr sowie die gezielte Förderung von Fahrradwegen in den Städten – zum Beispiel die Fertigstellung des ersten Teilstückes einer Fahrradautobahn im Ruhrgebiet. Eine Entwicklung, die im kommenden Jahr Stadtplaner und Mobilitätsanbieter gleichermaßen betreffen wird.

Cruelty Freeness

Auch im nächsten Jahr wird ethischer Konsum nicht nur für Nachfragende, sondern noch stärker für Marken und Anbieter ein Thema sein – vor allem im Nahrungsmittel-, Textil und Kosmetikbereich. Unter dem Namen “Cruelty Freeness“ versammeln sich alle Lebensentwürfe, die einerseits Grausamkeit gegen andere Lebewesen ablehnen und andererseits den Schutz ökologischer Ressourcen groß schreiben. Gleichzeitig werden für einen selbst die optimalen Lebensmittel, Kosmetik, Kleidung, elektronischen Geräte oder Dienstleistungen gesucht. “Wie gut ist der Konsum für mich und wie fair für meine Umwelt?“, wird zur zentralen Fragestellung jeder Kaufentscheidung. Veganismus, Clean-Eating, glutenfreie Produkte – die Vorboten der neuen Konsumkultur haben uns schon längst erreicht.

Hier sehen Sie konkrete Innovationsbeispiele zu unseren Trends 2016: