Wird WATSON die erste Standardsoftware für Künstliche Intelligenz?

Gute vier Jahre ist es her, dass IBM ihr – häufig Supercomputer genanntes – System WATSON spektakulär der breiten Öffentlichkeit vorstellte. Im traditionsreichem US-Fernsehquizformat Jeopardy! siegte die potente künstliche Intelligenz des Technologiekonzerns mühelos gegen die zwei menschlichen Champions der Serie und sorgte nicht alleine bei diesen für sichtbar ungläubiges Erstaunen.

Die grundsätzliche Funktionsweise ist dabei leicht zu vermitteln: WATSON nutzt maschinelles Lernen um abgeschlossene, lexikalische Datenbanken in natürlicher Sprache, wie etwa Wikipedia, zu verstehen. So war auch der zeitaufwendigste Arbeitsschritt in der Entwicklung das sogenannte Training, sprich die Kalibrierung der Algorithmen.

Was zunächst nach einem reinen Prestige-trächtigem Forschungsunterfangen ganz nach den Unternehmensgeflogenheiten (vergleiche Kasparovs Niederlage gegen IBM Deep Blue) aussah, sollte sich doch bald direkt in ein kommerzielles Produkt weiterentwickeln. Über ihre Developer Cloud bietet das WATSON Team verschiedene Schnittstellen, die auch über die reine Analyse von natürlicher Sprache hinausgehen: Vom Web News Crawling über Voice Regognition bis hin zur Bild- und Videoinhaltsanalyse bietet die modulare Struktur Anknüpfpunkte zu allerlei Anwendungsszenarien. Mit dem Ausbau zur Plattform versucht IBM quasi eine Standardsoftware für den Einsatz künstlicher Intelligenz zu schaffen – und tatsächlich finden sich schon zahlreiche Abnehmer.

Wie künstliche Intelligenz sich in unserem Alltag bemerkbar machen wird, zeigt sich in der kanadische Stadt Surrey, welche in diesem Jahr als erste Kommune WATSON in ihren Service eingebunden hat. Das System kümmert sich hier um die Beantwortung von Bürgeranfragen per App, die sich beispielsweise um die Abwicklung von Falschparker-Tickets drehen.
Weitere spannende Innovationen mit dem KI-Frontrunner WATSON gibt es in der folgenden Präsentation:

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