Kurzrückblick auf die CeBit 2015

Die CeBit hat sich neu erfunden – war sie vorher noch das große Technikparadies in Hannover, geht es heute primär um B2B. Die Messehallen sind gefüllt mit Automaten und Produktionsanlagen. Neben den Exhibitionen geht es natürlich vorrangig um die Vernetzung mit Geschäftskontakten, vor allem für StartUps, die sich um Investitionen bemühen. Wir stellen heute zwei StartUps näher vor.

RobochopDieses Jahr ist unter anderem der Industrieroboter Robochop für uns interessant. Über ein Webinterface wurde vor Ort ermöglicht, virtuelle 3D-Modelle von Würfeln zu beschneiden. Die fertigen Ausschnitte wurden dann an Robochop gesendet, der 2000 glücklichen Einsendern ihren Block selbständig an einem heißen Draht zurechtschnitt. Die personalisierten Möbelstücke wurden dann an die jeweiligen Designer verschickt.

Rapid Manufacturing wie dieses wird uns immer mehr über den Weg laufen, da nicht nur der Wunsch nach Individualität steigt, sondern auch die Zahl der Hobbymodellierer und 3D-Designer, die uns jetzt schon beispielsweise über eine Millionen Dinge im MakerBot Thingiverse zum selbst drucken zur Verfügung stellen.

3D_ElementsAuf der anderen Seite des Rapid Manufacturing steht das 3D-Scannen. Neben Farben müssen im Raum auch Formen erfasst werden, um trotz Schatten exakte Falten und Wölbungen zu erfassen. 3D-Elements beispielsweise nutzt dafür eine Kammer, die nacheinander viele Einzelfotos bei normaler Beleuchtung und nochmal mit einem Muster aus dem Beamer, welches dem Programm hilft, die Formen exakt zu bemessen. (Bildquelle: heise.de)

Beide Technologien weisen auf immer mehr Personalisierungsmöglichkeiten für unser tägliches Leben hin, die vorher entweder exorbitant teuer oder zeitintensiv gewesen wären. Dank der automatisierten Industrie können wir in Zukunft Möbel und Dekoration nahezu „Copypasten“.